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Dienstag, 16. Dezember 2014

The Simple Woman's Daybook

Would you like to linger on the simple things...then join me and many others in taking a little look into the day plans and thoughts of those who are focusing on simplicity...beauty of the everyday moments.
http://thesimplewomansdaybook.blogspot.com/


FOR TODAY

Outside my window... der 16. Dezember. Mal wieder Hochnebel. Ein grauer, erstaunlich milder Tag. Kein Schnee in Sicht. Die Bäume ohne Blätter, manche Herbstblumen tragen noch Blüten.

I am thinking...
in einer Woche ist Weihnachten. Die Adventszeit vergeht, die Wohnung ist geschmückt, aber die Tage vergehen, ohne dass ich in eine Adventsstimmung falle. Vieles ist noch nicht vorbereitet, die Wohnung noch nicht besuchsfertig, dabei bekommen wir übermorgen schon unseren Weihnachtsbesuch. Geschenke sind auch noch nicht alle da. Karten sind noch nicht geschrieben. Also denke ich: es gibt noch so viel zu tun. Aber ich geniesse die freie Stunde gerade, und ich möchte nicht schon wieder räumen, organisieren, vorbereiten. Muss mal auftanken.

I am thankful...
dass meine Eltern gesund sind. Dass wir gemeinsam ein weiteres Weihnachtsfest feiern dürfen. Vieles ist nicht so, wie es am besten wäre, aber ich bin dankbar dafür, dass sie immer noch für mich da sind.

In the kitchen...
ein Chaos. Und zwei neue Küchenhelfer: ein Stabmixer und ein Handrührgerät.

I am wearing...
kurzer Jeansjock, Pulli, schwarze Strumpfhosen. Mein weiblicheres Ich?

I am creating...
eine aufgeräumte Wohnung.

I am going...
ich möchte endlich die Weihnachtsbücher mit meinem Grossen lesen. Die Adventswochen waren so turbulent, dann waren irgendwie alle krank, und wenn ich mit den beiden Kindern alleine bin, kann ich ihm sowieso nichts vorlesen.

I am wondering...
wie schnell mich eine (Nicht-)Reaktion eines anderen Menschen mich so schnell aus meinem seelischen Gleichgewicht bringen kann.

I am reading...
Modiano. Juul. Wilhelm Schmid.

I am hoping... dass wir ab Freitag zwei ruhige, erholsame Wochen als Familie verbringen dürfen. Alle sind so müde und ausgelaugt.

I am looking forward to...
die weiteren Adventstage. Ich freue mich auf Weihnahchtsmusik, Plätzchen backen, Kerzen ziehen, und Stunden mit Büchern und Spielen - und vielleicht sogar ein wenig Zeit für mich ganz allein.

I am learning...
es gibt so viele Formen des Unglücklich-Seins. Die meinige ist legitim. Ich darf sie aber nicht über mein Leben herrschen lassen.

Around the house...
ich liebe die Weihnachtsdekorationen und Lichter in den Nachbarhäusern und in den Quartieren.

I am pondering...
begleite ich meine Kinder gut genug, dass sie zu selbständigen, glücklichen Menschen wachsen können?

A favorite quote for today...
"Jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut" (B. Brecht)

One of my favorite things...
den Liedern auf Freddy Quinns Weihnachtsplatte zuhören und mitsingen.

A few plans for the rest of the week: aufräumen. putzen. mehr zeit für die kinder.

Montag, 2. September 2013

The Simple Woman's Daybook

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FOR TODAY

Outside my window... Es ist Nacht. Seit Anfang der Woche werden die Nächte wieder kühler und lassen den Herbst erahnen. Unsere Bettdecke für die kühlere Jahreszeit ist in der Reinigung und ich musste eine zusätzliche Decke auf die Sommerdecke auflegen.

I am thinking...
Ab dieser Woche werde ich wieder mehr Zeit für mich haben. Und es gibt so viele Dinge, die ich gerne tun würde, so viele Gedanken, die ich gerne ausführen würde. Und ich muss befürchten, dass ich auch in dieser neuen Phase zu wenigen mich wirklich befriedigenden Ergebnissen kommen werde. Warum ist das so?

I am thankful... für meinen Mann und Freund. Und unsere Kommunikation. Es kommt mir dieser Tage so vor, als ob sich unsere Beziehung verändert. Vielleicht reift? Mein Körper fühlt sich immer noch nicht zur Liebe fähig, und er ist so geduldig. Ich hoffe, er ist aufrichtig.

In the kitchen... Hm. War schon schlimmer. Eigentlich sauberer als sonst, aber nicht aufgeräumt, wie ich es gerne hätte.

I am wearing... Bin schon fertig fürs Bett.

I am creating... mein selbstverantwortetes Leben?

I am going... 
wieder mehr Lesen. Mehr Schreiben.

I am wondering... wie lange meinen Kinder noch diese ungetrübte Freude in ihren Augen leuchten wird.

I am reading... Anna Karenina ist beendet. Ich habe ein Jahr daran gelesen. Nun sollte Thomas Bernard folgen, ausserdem Arno Gruen und Harald Welzer.

I am hoping... dass ich meine Kraft zielgerichtet einsetzen kann. Bewusster bin. Meinen Kindern, meinem Mann und Freund, und mir gegenüber. Meinem Leben und den unklaren Zielen, die ich immer noch habe, in der Mitte meines Lebens.

I am looking forward to...
Kindergartenstart vom Grossen. So ein Abenteuer.

I am learning... selbstverantwortlich zu sein.

Around the house... sonntagnächtliche Ruhe.

I am pondering... wie konnte ich jahrelang so unnötig leiden. Wieso habe ich die Jahre meiner frühen und späten Jugend nicht genutzt, um heute einen sinnvollen Beitrag in der Gesellschaft leisten zu können. Und die gute Mutter, die ich gerne wäre?

A favorite quote for today...


Your still so young to travel so far
Old enough to know who you are
Wise enough to carry the scars
Without any blame, there's no one to blame
It's easy to forget what you learned
Waiting for the thrill to return
Feelin' your desire burn
And drawn to the flame

(Crowded House Distant Sun)

One of my favorite things... Das Lachenjauchzen meines Babys.

A few plans for the rest of the week: zu viele.

Mittwoch, 24. Juli 2013

The simple woman's daybook

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Outside my window... grauer Himmel, zum ersten Mal seit vielleicht drei Wochen. Es hat gerade ein wenig geregnet und die Luft ist seit gestern abend deutlich kühler. Und ich muss zugeben, dass ich es gerade geniesse, nicht die Sommerhitze von 30 Grand zu spüren. Aber ich muss auch sagen, dass ich mich freue, dass die Erfrischung nur einen Tag anhalten wird, bevor der Sommer morgen wieder volle Fahrt aufnimmt.

I am thinking...
mein Leben ist wunderbar. Wir sind gesund und so glücklich und wir wissen, dass wir glücklich sind.

I am thankful... für meine Familie (schon zu oft gesagt?), dass wir gesund sind und dass wir einander haben und uns dessen so gewiss sein dürfen. Und ich bin noch für etwas anderes dankbar: dass ich es langsam schaffe, mich von den Schatten zu befreien, die die letzten 20 Jahre unerkannt auf mir lasteten. Ich erkenne sie und kann sie nun verjagen. Die Jagd beginnt.

In the kitchen... ein wenig unaufgeräumt, aber nicht schockierend. Heute mittag gibt es kalte Küche, Tomatensalat oder Melone mit Schafskäse (so grossartig), denn der Grosse ist in der Krippe.

I am wearing... lange schwarze Leinenhose, langes beiges Top mit weissen Punkten, und darüber die Kleine im Wickeltuch. 

I am creating... ich will mich an ein Babymobile wagen, so was in dieser Art:



I am going... ein wenig aufräumen, mir etwas frisches zu essen machen, meinen Schreibtisch ein wenig sortieren, eine Mail schreiben, Windeln kaufen, ähm, schon zuviel...

I am wondering... ob wir die beiden Kurzurlaube, die vor uns liegen, so hinbekommen, dass wir alle vier die Tage geniessen können.

I am reading... "Populärmusik aus Vittula" von Mikael Niemi

I am hoping... dass wir in Berlin mit unseren Freunden viel Spass haben werden, und dass sich die Energie, die wir vier dafür aufwenden, sich in eine positive verwandelt.

I am looking forward to...
den heutigen Tag, den ich gemeinsam mit meinem Baby verbringen darf, dieses wunderschöne, fröhliche Menschlein.

I am learning... Einfachheit.

Around the house... Sommer. Und auf der Terrasse: mein Spindelstrauch hat Schildläuse, pfuiteufel.

I am pondering... über das Leben. Immer. Und immer öfter: diese Welt ist nicht für mich gemacht.

A favorite quote for today...
"Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel" Theodor Fontane

One of my favorite things... mich treiben lassen, weil eine freie Stunde vor mir liegt, die alleine mir gehört.

A few plans for the rest of the week: Krippenübernachtung für den Grossen vorbereiten, den Wochenend-Kurzurlaub vorbereiten, eine Freundin sehen.

Freitag, 26. April 2013

The simple woman's daybook

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Outside my window... ein Sommertag!

I am thinking...
wie herrlich es ist, wieder Sonne auf der Haut zu spüren. Wie gerne ich diesen Tag noch verlängern würde. Wie sehr ich mich darauf freue, gleich meinen Sohn abzuholen.

I am thankful... für diese Stunden, die ich unbeschwert und sorglos für mich alleine verbringen durfte.

In the kitchen... muss dringend aufgeräumt werden.

I am wearing... Jeans und ein weisses Top. Nichts an den Füssen, herrlich...

I am creating... unsere Wohnung für unser Leben zu viert.

I am going... gleich nach draussen, um unseren Grossen von seinem langen Tag abzuholen.

I am wondering... wie lange ich wohl noch schwanger bin. Ein paar Tage noch, dann werden wir unser Kleinchen im Arm halten.

I am reading... ich habe heute Nachmittag "The Great Gatsby" zu Ende gelesen.

I am hoping... dass diese Stunden der Entbindung, die vor mir liegen, und mich so sehr beschäftigen, nicht über meine Kräfte hinausgehen. Dass es dem Kind gut geht. Dass die Geburt für uns beide selbstbestimmter sein darf. Dass ich die Schmerzen ertrage.

I am looking forward to...
meine Familie heute abend wieder beisammen ist.

I am learning... Alles hat seine Zeit.

Around the house... Frühling - die Bäume werden endlich grün.

I am pondering... ob wir als Eltern alles gut machen. So oft denke ich, unser Grosser ist so toll. So oft denke ich, ich mache alles falsch. Es ist eine ewige Reise.

A favorite quote for today...
"Es ist Liebe, die Gestalt angenommen hat. Glück, das den Atem nimmt. Zärtlichkeit, für die es keine Worte gibt. Eine kleine Hand, die zurückführt in eine Welt, die man vergessen hat."

One of my favorite things... ruhen... achja.

A few plans for the rest of the week: Es gibt noch so viele dringende Sachen zu erledigen. Eine Liste ist gemacht, nur nicht zu ehrgeizig sein...

A peek into my day... Aufräumen, dieser Schal wird zwar nicht weggegeben, wie zuerst gedacht, aber für jemand anderen aufgehoben... aus Australien ist er noch...

Dienstag, 11. September 2012

The Simple Woman's Daybook

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Outside my window... Spätsommertag, Nachmittag, gestern war ich noch im See schwimmen, für heute sind Gewitter angekündigt und dann sollen morgen die Temperaturen auf 15 Grad fallen, herrje... 

I am thinking... 
dass ich froh bin, dass während des Telefonats, das ich vor einer Stunde führte, und das über meine nähere berufliche Zukunft entschied, alle Entscheidungen bereits getroffen waren, so dass ich mir keine Selbstvorwürfe machen muss, falls das, was nun auf mich zukommt, nicht dem entspricht, was ich mir in den tiefsten Tiefen meines Herzens vorgestellt habe.

I am thankful...
für die grosse Hilfe meiner Freunde, dazu zählt auch mein Mann - mein Freund. 

In the kitchen...
oh weh, grosses Chaos, vom Mittagsessen, vom Urlaub, es ist kein freies Stück Arbeitsfläche zu sehen. 

I am wearing...
schwarze Hose, nachtblaues Top 

I am creating...
 meinen Kleiderschrank, mögliche Outfits, mögliche Kombinationen... 

I am going... 
zum Zoo, mit meinem Kleinen, sobald er seine CD fertiggehört hat.

I am wondering...
was die nächsten Monate wohl bringen werden. 

I am reading...
ich habe gerade den "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier beendet und bin nun am Anfang von "Anna Karenina" von Tolstoi, eine Neuübersetzung, die mir von einer Freundin ans Herz gelegt wurde. 

I am hoping... dass Energie zu mir zurückfliesst, ich fühle mich so erschöpft, so müde. 

I am looking forward to... 
ganz ehrlich? Heute abend früh ins Bett zu gehen, oder einen kleinen Film zu sehen vor dem Einschlafen.

I am learning...
dass die Vielfältigkeit eines Selbsts nicht per se zu verurteilen ist. 

Around the house...
der Vorgarten wurde in unserer Abwesenheit neu gestaltet, sehr schön - und nächste Woche wird - während vier Wochen... - der Aufzug restauriert.  

I am pondering...
mein Körper - wirklich schwanger? Wird er es schaffen? Werde ich es schaffen? Wir - zu viert?? 

A favorite quote for today... 
"Der Balsam der Enttäuschung. Enttäuschung gilt als Übel. Ein unbedachtes Vorurteil. Wodurch, wenn nicht durch Enttäuschung, sollten wir entdecken, was wir erwartet und erhofft haben? Und worin, wenn nicht in dieser Entdeckung, sollte Selbsterkenntnis liegen?" (P. Mercier, Nachtzug nach Lissabon)

One of my favorite things...
in Ruhe zu lesen, in Ruhe zu schreiben. 

A few plans for the rest of the week: noch zwei freie Tage bleiben mir. Diese möchte ich ausschöpfen, auf die Minute, noch einmal schweben, Freiheit geniessen, mit voller Achtsamkeit. 

A peek into my day... 
Wäscheberge, gewaschene Wäsche nicht zusammengelegt und versorgt, ein Duft von Waschmittel in der Wohnung.

Mittwoch, 15. August 2012

The simple woman's daybook

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Outside my window... Sommer, Sonne, 19°C und es ist noch nicht einmal 10 Uhr. Es wird heute über 30° heiss werden und noch ist die Luft morgendlich kühl und ein leichter Wind geht. Die Szenerie für einen perfekten Sommertag. 

I am thinking... 
über die vielen Dinge, die ich gerne tun würde. Schreiben, so viele Bücher lesen, so viel verstehen, eine gute Mutter sein, mich verstehen lernen, meine düsteren Ecken ausräumen und mich von der Vergangenheit, die mich nicht weiterbringt sondern nur beschwert, befreien, Sport machen, Musik machen. 

I am thankful...
für die Küsse meines grossen und meines kleinen Mannes, für das Sommergefühl, für das gestrige abendliche Picknick mit Freunden und Familie am Wasser

In the kitchen...
ein wenig aufgeräumt, ein wenig unaufgeräumt, kein Kochen geplant für heute, der kleine Mann ist in der Krippe und heute Abend wird der Grill angeworfen, vegetarisch. 

I am wearing...
ein grünes Kleid, brauner Gürtel, darunter bereits der Bikini. 

I am creating...
meinen Tag. 

I am going... 
zum See, baden, lesen, Musik hören.

I am wondering...
was war das für eine Nacht. Ein Katapult schleuderte mich zurück, 15 oder 20 Jahre, und ich war wieder voller Sehnen, Verzweiflung. All die versäumten Momente. All das Unnötige, was ich geschehen machte. Ich lag stundenlang wach, den Kopf voller Erinnerung.

I am reading...
"Liebesgeschichten" von Adolf Muschg 

I am hoping... dass sich meine Entscheidung, wieder in das Berufsleben einzusteigen, nicht rächt. 

I am looking forward to... 
auf diesen Sommertag, auf Ruhe in mir.

I am learning...
?? lerne ich irgendetwas?? Ich scheine mich im Kreis zu drehen.  

Around the house...
Sommer! 

I am pondering...
wird mein Knie wieder gesund? Schon so lange Monate lebe und gehe ich nun mit dieser Beeinträchtigung, und ich merke, wie diese Schmerzen, das Unbeweglichsein, sich auf meiner Seele niederschlagen. Wie früher, als ich als Jugendliche wochenlang einen Gips am Bein trug, auf Krücken angewiesen war, und irgendwann nicht mehr verstand, wie andere Menschen sich einfach so von einem Stuhl erheben konnte, ohne Hilfsmittel, beginne ich mich jetzt zu wundern, dass andere einfach so rennen können, springen, sich hinhocken, sich hinunterbeugen zu ihren Kindern, mit ihnen am Boden spielen.

A favorite quote for today...
"Nothing compares, no worries or cares
Regrets and mistakes, they're memories made
Who would have known how bittersweet this would taste?" Adele, Someone like you



One of my favorite things...
heute: Eiskaffee. Und, ja tatsächlich, dazu wäre eine Zigarette schön. 

A few plans for the rest of the week: Einladung zum Kindergeburtstag, eine alte Freundin in der Stadt treffen, weiter aufräumen, den Urlaub vorbereiten. 

A peek into my day...






Montag, 16. April 2012

The simple woman's daybook

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Outside my window... es wird gerade dunkel, es ist sehr kalt und regnerisch, viel zu kalt für Mitte April. Aber der Himmel ist seltsamerweise nicht grau, es ist eine Spur blau zu sehen, in der lückenlosen Wolkenschicht.

I am thinking...
dass mir der Kindergeburtstag heute, auf den wir eingeladen waren, eigentlich zu viel war, obwohl nur Menschen da waren, die mir sehr wichtig sind und die ich sehr mag. Ich kam mir verloren vor, und fragte mich seit langem erstmals wieder, ob ich hier richtig bin. Obwohl ich eigentlich weiss, dass wir nicht gekommen sind um zu bleiben. Und obwohl ich weiss, dass ich hier Menschen getroffen habe, die mir mehr geben, als ich vor unserer Ankunft erhoffen durfte.

I am thankful... für eben diese Menschen, die mich eigentlich so reich machen.

In the kitchen... fast aufgeräumt, und grundsätzlich findet sich in diesen Wochen nur Rohkost und gesunde Nahrung. Wir versuchen beide, ein paar unnötige Kilos zu verlieren, der eine mit grossem, die andere mit wenig Erfolg.

I am wearing... schwarzer Kuschelschlafanzug, brauner Sweater.

I am creating... Ordnung. Am Samstag haben wir endlich, nach unserem Umzug, den Keller organisiert. Ich sage bewusst organisiert, denn aufgeräumt ist er noch nicht. Ordnung, Ordnung, ich kann an nichts anderes denken. Und die Unordnung und das Chaso unserer Wohnung, der Schränke und Kisten überträgt sich auf mich, auf mein Denken, auf mein Fühlen. Ich möchte Ordnung kreieren.

I am going... am liebsten würde ich mir noch etwas Wein einschenken, aber ich bemerke selber, wie mein Konsum etwas überhand nimmt. Nicht dass ich abends betrunken wäre, aber zwei oder drei Gläser Wein am Abend sind derzeit eine Selbstverständlichkeit. Ich weiss also nicht, was ich tun werde. Wasser trinken. Aber die Frage drängt sich auf, warum ich so gerne trinke. Auch hier wünschte ich mir Ordnung. Gerne sähe ich mich auf dem Sofa, in ruhigen Gedanken und einem ruhigen Körper, eine Tasse Tee vor mir, gelassen, ein Buch in der Hand, inspiriert.

I am wondering... Woher kommt dieses Selbstbild, und warum bin ich so weit davon entfernt. Oder bin ich weniger weit davon entfernt, als ich denke?
Ein anderer Gedanke, gestern Abend: ich sehe ein Online-Video einer Bekannten, die sich öffentlich zu einer sehr privaten, intimen, verletzenden Situation äussert. Ich frage mich, wie sie das schafft. Wie kann sie sich darüber hinwegsetzen, dass etliche Leute da draussen sich abwertend über ihre Werte und ihr Glück äussern werden? Das wäre einer meiner ersten Gedanken. Sie steht derart hinter all ihren Worten, ihren Taten und Gedanken, dass sie die Öffentlichkeit nicht scheuen muss. Ich muss mir eingestehen, schon lange - schon immer? seit wann ist immer? - dass ich diese Standfestigkeit nicht habe und lange nicht haben werde.

I am reading... Ich habe gestern fertiggelesen: Anne Helene Bubenzer "Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown"
Ich lese derzeit parallel: immer noch Sandor Marai "Die Glut", ausserdem: Jean Liedloff "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" und Ralph Skuban "Patanjalis Yogasutra: Der Königsweg zu einem weisen Leben"

I am hoping... dass ich mein Selbst finde. Dass meine Knie wieder gesund werden. Dass ich aufhöre, mich ständig von aussen zu betrachten.

I am looking forward to...
eine Columbo-Folge zu sehen, neben meinem süssen Kleinen. Morgen wieder mit ihm aufzustehen und eine Freundin zu besuchen.

I am learning... anscheinend lerne ich nicht. Ich drehe mich im Kreis.

Around the house... Ich fürchte mein Hibiskus ist wirklich erfroren, ebenso der Bambus und die Zitruszypresse. Traurig.

I am pondering... Ich versuche so sehr, loszulassen. Was wird mir am Ende bleiben? Ein weiterer Gedanke: all die anderen Frauen auf daybook: wie können sie so froh und glücklich und gelassen wirken? Wünsche ich mir tatsächlich Ausschnitte ihres Lebens? Oder ist es tatsächlich schlicht und einfach der Glaube, der sie erfüllt, zuversichtlich, zufrieden macht?

A favorite quote for today...
"Im Zustand des Yoga sind alle Trübungen (Vritti), die im Wandelbaren des Menschen (Chitta) bestehen können, aufgelöst. Dann ruht das wahre Selbst (Drashtu) in der Erkenntnis seiner eigenen Natur. Ansonsten verzerren die Trübungen (Vritti) seine Wahrnehmung. Es gibt fünferlei von diesen Trübungen (Vritti), manche sind leidvoll, andere angenehm. Gegenständliche Wahrnehmung (Pramana), Fantasie (Viparyaya), mentale Konstruktion (Vikalpa), Dösen (Nidra) und Erinnerung (Smriti). " Patanjali: Yogasutra

One of my favorite things... Spüren, wie sich der kleine Körper meines Kindes an mich drängt

A few plans for the rest of the week: Aufräumen, zwei Initiativbewerbungen abschliessen, gesund essen, Yoga und Airex

A peek into my day... oder Nacht:

Freitag, 6. April 2012

The simple woman's daybook

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Outside my window... es ist schon wieder Nacht - es regnet den ganzen Tag, es ist wieder kalt geworden, und das nach dieser ersten herrlich warmen Frühlingswoche. Auf der Terrasse stehen erste Blumentöpfe, Primeln, eine Rose, gelbe, rote, pinkfarbene Tupfen. Stiefmütterchen wachsen unter dem erfrorenen Bambus. Das erste Freesien-Grün wird sichtbar.

I am thinking...
ich fühle mich so minderwertig. Es scheinen so viele Frauen, Mütter, ihr Leben mit ihren Kindern um so vieles erfüllter zu erleben wie ich. Wieso sehne ich mich so sehr in die Aussenwelt. Ich weiss ganz genau, was ich an meinem wunderbaren, wunderschönen Sohn habe. Sein Lachen macht mich zum glücklichsten Menschen. Warum kann ich das nicht offen leben und zugeben? Gleichzeitig möchte ich am Arbeitsleben teilhaben und fühle mich auch dort fehl am Platze, fühle mich weniger geeignet, weniger klug, weniger erfahren als alle anderen. Wieso passiert mir das? Wieso ist das die Geschichte meines Lebens, die sich immer wiederholen muss? Ich frage mich, wo die Wurzel dieses Gefühls liegt. Gedanken des Kontinuum-Konzepts schiessen mir durch den Kopf.

I am thankful...
für meinen gesunden Körper. Endlich, nach zwei Jahren, habe ich wieder eine Vorsorgeuntersuchung hinter mich gebracht und ich bin so erleichtert.

In the kitchen...
ist es auch dunkel. Butterbrote gab es heute für meinen Sohn und mich. Mein Mann ist noch garnicht von der Arbeit zurückgekehrt. Um 21h45. Und morgen, am Karfreitag, einem der der erwarteten freien Tage, die wir endlich einmal wieder zu dritt verbringen wollten, muss er auch in die Firma. Irgendwie bin ich enttäuscht und gleichgültig, gleichzeitig.

I am wearing...
meine warmen, weichen Schlafanzug.

I am creating...
meinen CV, meine Bewerbungsschreiben, mein Selbstbildnis, das ich nach aussen tragen möchte.

I am going...
ich werde mir noch ein Glas Wein eingiessen und lesen.

I am wondering...
ob ich dieses Minderwertigkeitsgefühl irgendwann einmal ein ein gesundes Selbstwertgefühl umwandeln kann. Ich versuche es, mit Yoga, mit Lesen, mit Reflexion, mit Gesprächen, Selbstkritik, Liebe und Geliebtwerden.

I am reading...
"Die Glut" von Sándor Márai

I am hoping... dass meine Entscheidung, wieder arbeiten zu gehen nicht mein Unglück noch grösser werden lässt. Dass ich nicht im nachhinein denke, ich hätte meine Situation besser nicht verändert. Dass unser Sohn nicht unter meiner Entscheidung leidet. Überhaupt bin ich zur Zeit so verunsichert durch die Reaktionen unseres Sohnes, dass ich wieder so viel in Frage stelle, meine Art, mit ihm umzugehen, auf ihn einzugehen, mein Versuch, das Kontinuum mit ihm zu leben - bin ich gescheitert oder helfe ich ihm, ein glücklicher Mensch zu werden?

I am looking forward to...
auf die Freude meines Sohnes, wenn er am Sonntag im Garten meiner Eltern nach Ostereiern suchen wird. Er freut sich schon seit Wochen auf den Osterhasen und kann es nicht erwarten, dass er ihm seine heissersehnte Zuckereier bringt.

I am learning...
dass ich nicht aus meiner Haut kann. Und dass gleichzeitg die Menschen, die mich lieben und schätzen, diese Haut garnicht so "ungeil" finden, wie ich selbst.

Around the house...
nichts was mich gerade interessiert.

I am pondering...
wie kann ich zu der Frau werden, die ich ersehne? Ist Yoga ein Weg? Kann ich meinem Sohn das geben, was er braucht? Ist er ein glückliches Kind? Schenke ich meinem Mann genügend Aufmerksamkeit des Herzens?

A favorite quote for today...
"ich liebe Dich, weisst Du das?" "ja, Mama liebt"

One of my favorite things...
meinen Milchkaffe am Morgen

A few plans for the rest of the week:
packen und morgen zu meinen Eltern fahren. Sohn und ich werden mit dem Zug zum Arbeitsort meines Mannes fahren und vor dort aus gemeinsam starten. Mich nicht zu sehr in die gute-Tochter-Rolle stossen lassen sondern einfach ich sein. Die Zeit geniessen. Das beste aus den beiden verlorenen Feiertagen machen.

A peek into my day...
kein Foto, aber die Erinnerung an Regen und grauen Himmel und den grell gestreiften Pulli meines Sohnes.

Donnerstag, 9. Februar 2012

The simple woman's daybook

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Outside my window... es ist Nacht, und es herrscht eine Eiseskälte, schon seit Tagen.

I am thinking...
ich finde die Idee dieses Blogs wunderschön und schon seit mehreren Wochen überlege ich, offiziell daran teilzunehmen. Mit grosser Freude las ich einige Beiträge wunderbarer Frauen - und stellte dann fest, dass mich mit der Mehrheit der Frauen wenig verbindet. So ich nun das Tagebuch doch nur für mich führen.

I am thankful...
für meinen wunderschönen Sohn, für die Freundinnen, die ich hier gefunden habe, für meinen wunderbaren Mann, für unsere warme sonnige und in diesen Tagen auf das angenehmste geheizte Wohnung.

In the kitchen...
ist es ausnahmsweise aufgeräumt und geputzt.

I am wearing...
Jeans, schwarzer dicker Rollkragenpullover aus Wolle.

I am creating...
mein Selbst ?

I am going...
ich werde vor dem Zubettgehen noch einmal die Photos dieses Tages ansehen. Unser Sohn, beim Spielen, mit mir, beim Lesen...

I am wondering...
ob dieses Innehalten, und das Wertschätzen der einfachen Dinge mir hilft, wieder ein Stück mehr zu mir selbst zu finden.

I am reading...
"Dame, König, As, Spion" von John Le Carré

I am hoping...
meine tiefe, innerste Freude wiederzufinden, meinen Körper wieder so leben zu können, das ich nicht täglich daran erinnert werde, was ich in der Vergangenheit versäumt habe und dass ich alt werde.

I am looking forward to...
das Wochenende, an dem wir Freunde erwarten, in den Schnee gehen. Auf das Zubettgehen, neben meinem Sohn einzuschlafen, morgen früh neben ihm aufzuwachen.

I am learning...
dass ich nur eine einfache Frau bin, das ich die Mitte meines Lebens erreicht habe, dass ich nicht bin, was ich sein wollte. Ich lerne, dass ich glücklicher sein sollte, als ich es tatsächlich bin.

Around the house...
klirrende Kälte, ein dünne Schneedecke.

I am pondering...
welchen Weg werden wir, mein Mann und ich, finden, um eine glückliche Familie, ein glückliches Paar, wirkliche Freunde zu bleiben? Welchen Weg werde ich finden, um wieder glücklich zu werden?

A favorite quote for today...
"Phew, for a minute man I lost myself" (Radiohead)

One of my favorite things...
meinen Sohn laut lachen zu sehen und ihn sagen hören "lacht ganz doll", Instagram benutzen (seit heute, grosser Spass)

A few plans for the rest of the week:
Sportmöglichkeit organisieren, Krankenkasse anrufen, Yoga praktizieren

A peek into my day...