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Dienstag, 25. November 2014

Spinnenbäume in Pakistan

Der Welt-Artikel Spinnenbäume - Folge der Flut, Schutz der Menschen vom 7. April 2011 berichtet, wie die Spinnen aufgrund der Flut gezwungen waren, sich einen anderen Lebensraum zu suchen. Die Bilder dazu sind unglaublich.


(c) Reuters

"Atemberaubende Bilder aus dem Dezember 2010, die jetzt erst veröffentlicht worden sind: Spinnennetze verschleiern Bäume in der Region Sindh im Nordwesten Pakistans. Neun Monate sind inzwischen seit der Flutkatastrophe vergangen.

Damals war innerhalb einer Woche so viel Regen gefallen wie sonst in zehn Jahren. Das Wasser bedeckte im vergangenen Juli ein Fünftel des Landes. In einigen Gebieten ist das Wasser noch immer nicht versickert. Flache Seen liegen auf Felden, Städten und Dörfern. Die anhaltende Feuchtigkeit vertrieb nicht nur 20 Millionen Menschen – auch die Natur musste sich neue Überlebensstrategien überlegen.

Um ihre acht Füße trocken zu halten, verzogen sich die Spinnen auf die Bäume. Von dort aus schützen sie auch die menschlichen Anwohner des Katastrophengebiets. Die britische Behörde für Internationale Entwicklung berichtet, dass in den Regionen mit Spinnenbäumen weit weniger Malaria übertragende Mücken leben als erwartet. Denn die Mücken verheddern sich in den weißen Baumkronen und werden von den Spinnen verspeist."


Sonntag, 4. Mai 2014

Self-operation: Tracking down a good story

Ein Arzt, der für ein Jahr in der Antarktis arbeitet, fühlt sich beruflich nicht ausgelastet, und beginnt sich zahlreiche Aufgaben zu stellen, um am Ball zu bleiben. Dazu gehört auch die Lektüre von Fachartikeln, der er im Internet recherchiert.

Auf der Webseite AntarcticDoctor erzählt er von einer Geschichte - und wie er an die Quellen der Geschichte kommt - , die er bereits vom HörenSagen kannte und der er nun auf den Grund gehen wollte: der russische Arzt Dr Leonid Rogozov, im Jahr 1961 ebenfalls mit einem Team in der Antarktis tätig, operiert sich selbst erfolgreich am Blinddarm.

Sein Team (keines der anderen Mitglieder ist medizinisch ausgebildet) assistiert die Operation. Dr Rogozov führt den Eingriff erfolgreich durch, wenn er seinen Zustand nach der Operation auch als "moderately poor" bezeichnet. Vier Tage später ist sein Zustand normal, keine zwei Wochen später ist er wieder voll belastbar.

Diese unglaubliche Geschichte wird mit Bildern illustriert. Das erste Bild zeigt Dr Rogozov, während er sich selbst operiert. Auf dem zweiten Bild ist er nach dem Eingriff zu sehen, recht erholt, mit einem Kollegen einen Pinguin tätschelnd.

(c) Dr Vladislav Rogozov (on AntarcticDoctor)

(c) Dr Vladislav Rogozov (on AntarcticDoctor)

Der Originalartikel von Dr Leonid Rogozov wird ebenfalls zur Verfügung gestellt.








Montag, 17. Februar 2014

Vitaliy Raskalov und Vadim Makhorov: Über den Dächern von Shanghai (Photos und Video)

Unglaublich und verrückt: die beiden Russen Vadim und Vitaliy besteigen den Shanghai Tower, mit 632 Metern das höchste Gebäude von China und das zweithöchste der Welt.

Die Bilder sind wunderschön (gesehen auf tuxboard.com)...





...und schon allein beim Betrachten des Videos wird mir schwindelig und übel..


Guillaume Nery: Free Fall

Guillaume Nery springt in das Dean's Blue Hole, gefilmt von Julie Gautier.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Klaus Nomi: The Cold Song

Klaus Nomi, geboren 1944 als Klaus Sperber, gestorben 1983 in New York an Aids. Countertenor in klassischer Musik und Popmusik.




Was für ein zerbrechlich wirkender Mensch, trotz der Maske. Und was für eine Stimme. Eingenwillige Kompositionen, Mensch und Musik fast wie aus einer anderen Welt, aber zumindest aus einer anderen Zeit. David Bowie wurde auf ihn aufmerksam, und er trat als Background-Sänger mit ihm auf.

Hier eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1982, Klaus Nomi zu Gast in Thomas Gottschalks Sendung Na Sowas, auch eine Zeitreise irgendwie.



The Cold Song.

"What Power art thou,
Who from below,
Hast made me rise,
Unwillingly and slow,
From beds of everlasting snow!

See'st thou not how stiff,
And wondrous old,
Far unfit to bear the bitter cold.

I can scarcely move,
Or draw my breath,
I can scarcely move,
Or draw my breath.

Let me, let me,
Let me, let me,
Freeze again...
Let me, let me,
Freeze again to death!"



Donnerstag, 14. November 2013

So, you think you can ride

Eine Aufzeichnung aus Rom aus dem Jahr 1935.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Thierry Cohen - Villes éteintes

Vertraute Skylines, Städte in der Nacht, aber kein menschengemachtes Licht erhellt die Dunkelheit. Befremdlich, beängstigend, und gleichzeitig traumgleich.


(c) Thierry Cohen

(c) Thierry Cohen

Sternenlichter, das Licht von Galaxien, das Universum - so also haben die Menschen unseren Himmel bis vor hundert Jahren noch gesehen, demütig gegenüber der Schöpfung, unterworfen den Mächten der Erde, den Gewalten der Natur. Unter solch einem Eindruck kann ich wieder verstehen,  dass es den Glauben an Gott oder Götter brauchte, um mit einer solchen Macht umzugehen, um nicht unterzugehen, standzuhalten.

Thierry Cohen fotografiert Städte und bearbeitet die Bilder so, dass keine künstliche Lichtquelle zu sehen bleibt. Aufgrund der Lichtverschmutzung ist der Himmel auf den Aufnahmen sternenlos. Er nimmt dann auf demselben Breitengrat, auf dem das Stadtfoto entstand, den unverschmutzten Nachthimmel auf und montiert die beiden Fotografien - das Ergebnis:

unsere Städte, wie wir sie sehen würden, wenn keine Lichtquelle die Sicht auf den Nachthimmel stört.

Mehr Bilder auf http://thierrycohen.com.

Mittwoch, 17. April 2013

Augen

Der Photograph Suren Manvelyan ist seit 2006 als professioneller Photograph tätig.

Ich bin durch seine Serien "Your beautiful Eyes" und "Animal Eyes" auf ihn aufmerksam geworden. Was für eine bizarre Schönheit.

(c) Suren Manvelyan: Human Eye

(c) Suren Manvelyan: Human Eye

Freitag, 17. August 2012

The Nine Eyes of Google Street View

Jon Rafman, Künstler und Photograph, lebt und arbeitet in Montreal, Kanada.

Sein aktuelles Projekt heisst The Nine Eyes of Google Street View, für das Rafman auf google-Maps die Street Views durchforstet hat, um authentischer Abbilder unseres modernen Lebens zu entdecken.













Die Ergebnisse seiner Suche präsentiert er auf seiner Webseite 9-eyes.com.


Mittwoch, 15. August 2012

Eric Valli's Stories

Eric Valli photographiert seit über 40 Jahren. Der Künstler hat Teile seiner Arbeiten auf seiner Homepage veröffentlicht.

(c) Eric Valli

Die auf seinen Reisen in Nepal, im Himalaya, in Indien entstandenen Bilder lassen uns ehrfürchtig sein vor dem Leben anderer Menschen, vor dem Hintergrund einer Natur, die nichts vergibt, und die uns Demut lehrt.


Ich versuche auf den Gesichtern der Menschen zu erkennen, welches Leben sie führen, welche Hoffnungen sie haben, welches Glück sie erfahren, welches Leid. Wie nichtig werden daneben sie Sorgen, die uns umtreiben.



Pixels - New York invasion

Das Video Pixels ist so faszinierend, wie haben die Jungs das bloss gemacht?



New York invasion by 8-bits creatures !

Samstag, 12. Mai 2012

Wer Romane verschenkt, macht sich verdächtig!

Wolfgang Tischer hat sich als Lesefreund beworben und am 23. April 2012 - dem UNESCO-Welttag des Buches - auf der Strasse Bücher verschenkt.

(c) Zsuzsanna Kilian


Was er erlebt hat, verarbeitet er in diesem Beitrag auf literaturcafe.de:

"Von wegen »Kostenloskultur«! Wer in der Fußgängerzone einer deutschen Kleinstadt einen guten Roman verschenken will, hat es verdammt schwer.

Ich will wildfremden Menschen ein Buch schenken, nämlich den Roman »Agnes« von Peter Stamm. Ich bin einer von 33.333 Lesefreunden am Welttag des Buches. Ich darf 30 Exemplare einfach so verteilen.

Begleitet von einer Reporterin des SWR ziehe ich los und muss die Erfahrung machen, dass Menschen, die etwas verschenken wollen, verdächtig sind. Eine zweite gewonnene Erkenntnis ist sogar noch erschreckender.

[...]

Lange war wir mir nicht mehr so bewusst, in welcher Buch- und Literaturblase ich lebe. Wer sich mit Büchern befasst, wer Bücher liebt, Lesungen und Buchmessen besucht, der bewegt sich unter Seinesgleichen. Dass man als Leser zu einer Randgruppe gehört, mag man ahnen, doch an diesem Freitag erlebe ich diese andere Wirklichkeit. Freude über einen geschenkten Roman? Die gab es selten bei denen, die uns zufällig in der Herrenberger Fußgängerzone entgegen kamen.

Bücher? Die wollen viele nicht mal mehr geschenkt."

Freitag, 11. Mai 2012

Pablo Picasso malt mit Licht

"LIFE magazine’s Gjon Mili, a technical prodigy and lighting innovator, visited Pablo Picasso in the South of France in 1949. The meeting of these two marvelous minds and sensibilities was bound to result in something extraordinary. Mili showed the artist some of his photographs of ice skaters with tiny lights affixed to their skates, jumping in the dark — and Picasso’s lively mind began to race.

“Picasso gave Mili 15 minutes to try one experiment,” LIFE wrote in its January 30, 1950, issue in which the images shown here first appeared. He was so fascinated by the results that he posed for five sessions.”


This series of photographs, known ever since as Picasso’s “light drawings,” were made with a small electric light in a darkened room; in effect, the images vanished as soon as they were created — and yet they still live, six decades later, in Mili’s playful, hypnotic images. Many of them were also put on display in early 1950 in a show at New York’s Museum of Modern Art.

Finally, while the “Picasso draws a centaur in the air” photo that leads off this gallery is rightly celebrated, many of the images in this gallery are far less well-known — but no less thrilling."

(c) Gjon Mili—Time & Life Pictures/Getty Images


aus: life.time.com

Montag, 7. Mai 2012

streetartview.com

"A collaborative collection of sites from Google Street View showcasing street art from all over the globe. Help build the world's largest art collection".


www.streetartview.com

Freitag, 6. April 2012

The underwater project

Der Fotograf Mark Tipple hat im Sommer 2011 das underwaterproject durchgeführt. Menschen tauchen unter Wellen hindurch, sind für Sekunden Körper unter Wasser, auf der Flucht vor Gewalt des Wassers, in sicherer Nähe von Boden und Wasseroberfläche. Mark Tipple hat diese Momente in Bildern festgehalten.



Es entstanden Bilder aus einer andernen Welt: Die sich überschlagenden Wellen formen Wolken und Himmel von anderen Sternen, die Körper sind sirenengleich, die Farben zeugen von Sturm und Chaos.



Mark Tipple

Mittwoch, 8. Februar 2012

Klirrende Eiseskälte

Seit einer Woche ist er da - der Winter, mit Tiefsttemperaturen, die am Tag nicht über -10° C steigen. Wenn wir die Wohnung verlassen, tragen wir alles, was unser Kleiderschrank hergibt. Mehr an Kleidung hätten wir der Kälte nicht entgegenzusetzen. Der Wind zerrt und zehrt, schmerzt an Wangen und Ohren, obwohl die durch eine Mütze geschützt sind.

Es gab eine Nacht am vergangenen Wochenende, in der ich nicht in der üblichen Montur unterwegs war, sondern nur in einer ausgeh-tauglichen Version. Zehn Minuten dauerte der Rückweg von der Bar in die warme Wohnung, die auf mich wartete. Ich kam komplett durchgefroren an der Haustür an und fingerte nach den Hausschlüsseln. Ein Gefühlt der Erleichterung durchschoss mich, als ich - ganz meiner Erwartung entsprechend, aber dennoch - feststellen durfte, dass sich die Türen mit dem mir überlassenen Schlüssel öffnen liessen. Noch glücklicher lag ich dann eine halbe Stunde später unter zwei Daunendecken und spürte, wie sich mein Körper langsam wieder erwärmte.

So oft bin ich dankbar für mein, unser, sicheres, warmes und trockenes Bett, in dem wir schlafen dürfen. In dieser Nacht war ich noch glücklicher als sonst - aus sehr existentiellen Gründen.

Wie wenig haben wir Menschen diesen Temperaturen entgegenzusetzen, wie verletzlich sind wir.

Die Kälte macht uns alle müde. Selbst an den Tagen, an denen die Sonne scheint, das Licht wunderbar klar ist, halten wir uns nur wenig draussen auf. Heute sagte eine Inderin zu mir: "the cold makes me dull, it keeps my energy down". Ich überlege noch immer, was sie dies hat sagen lassen. Geht es mir vielleicht eben so? Geht es nur ihr so und resultiert aus der Tatsache, dass in ihrem Land solche Temperaturen für die meisten Menschen undenkbar sind? Ist es eine yogische Sichtweise, dass der Körper und mit ihm alle Gedanken und Energien einfrieren?

Man hört heute, dass die ersten Seen beginnen, zuzufrieren: Seegfrörni.




Seegfrörni 1963

In den Bergen liegt so viel Schnee wie seit 50 Jahren nicht.

Wenn ich den Kühlschrank öffne, habe ich nicht den Eindrück von Kälte. Haha.

Montag, 9. Januar 2012

The obliteration room

Im Dezember 2011 stellte die Künstlerin Yayoi Kusama in einem Museum eine australische Wohnung nach und strich alles weiss an - Boden, Wände, Möbel, Gegenstände erhielten eine weisse Haut. Dies war die Basis für ein interaktives Projekt mit Kindern: alle Kinder, die das Museum besuchten erhielten Aufkleber, rund und bunt, die sie in dem Raum anbringen durften.

Hier das Ergebnis des Kunstprojekts:






This is What Happens When You Give Thousands of Stickers to Thousands of Kids

Freitag, 6. Januar 2012

Weisse Blüten

Katinka Matson - untitled 2012 -


Katinka Matson, Künsterin aus New York, erstellt ihre Bilder mit einem Flachbett CCD Scanner. Was für eine Klarheit sie mit dieser Technik erreicht - es ist als ob man jetzt erst sieht.

Music in the Forest

Ein Videoclip - eigentlich eine Werbung, dennoch: - mit einer wunderbaren Idee und genialpräzisen Umsetzung. Ansehen.

Music in the Forest (YouTube)




Earth's nightlights


NASA - Earth at night

Wunderschön und verstörend zugleich.