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Donnerstag, 23. Juli 2015
Freitag, 29. Mai 2015
Mike Leigh: Another Year - Keine Filmkritik
Bereits drei Mal habe ich den Film Another Year von Mike Leigh gesehen. Ich mag den Film, ich mag die Charaktere, die in dem Film vorgestellt und entwickelt werden, ich mag die Langsamkeit, in der er erzählt wird, ich mag die Beziehung zur Natur.
Aber schon beim ersten Schauen hatte ich, trotz meiner grossen Sympathie für die Charaktere, ein ungutes Gefühl. Wieso können sich Gerri und Tom, die ein sorgenfreies Leben führen und eine erfüllte, liebevolle Beziehung haben, über andere Menschen urteilen und sich ständig im Recht fühlen? Und darf Familie wirklich in diesem Extrem über Freundschaften stehen? Oder ist die Beziehung zwischen Gerri und Mary überhaupt eine Freundschaft? Und wenn nicht, darf Gerri dann so tun als ob, da sie Mary anscheinend garnicht braucht?
Gleichzeitig sass ich voller Bewunderung und Sehnsucht und Verständnis vor dem Leben von Gerri und Tom: Vertrauen, auch nach vielen Jahren Ehe, Humor, gemeinsame und geteilte Leidenschaft, vor allem der Garten, die Natur, der Kreislauf der Jahreszeiten, die ehrliche Arbeit am und im Boden, und die Ernte, die Früchte dieser Arbeit.Gemeinsam kochen und essen, Tee trinken, den Tag beschliessen, lesen, erzählen.
Ich teile viel von diesem Leben in Partnerschaft und Liebe. Ich habe das grosse Glück, in einer glücklichen Beziehung zu leben. Aber ich habe keine Ahnung von der Selbstverständlichkeit, andere Menschen abzuurteilen. Diese Eigenschaft ist mir fast zuwider. Ein Derzeit grosses Thema, da meine Mutter diese Eigenschaft auch hat.
Trotzdem sind mir die Charaktere von Gerri und Tom nicht zuwider. Was ist hier los?
Bei der Lektüre von Wilhelm Schmid Mit sich selbst befreundet sein bin ich auf meine Antwort gestossen.
Tom, aber vor allem Gerri, verkörpern für mich Teile meines "festen inneren Kerns". Das heisst, ich muss sie nicht als Personen begreifen, sondern sie abstrahieren für mich bestimmte Eigenschaften in Strukturen zum Zwecke einer Selbstdefinition.
Zu diesem Zweck müssen die Figuren nicht ausgeglichen und feherbehaftet sein. Nein - sie dürfen in diesem Sinne unnachgiebig sein. Es geht um die innersten Werte, nicht um eine realistische Darstellung eines menschlichen Lebens mit Makeln und Irrtümern. Gerri und Tom leben ihre Werte, und darin finde ich auch einen Ausschnitt der meinen wieder, und im verfolgen dieser Werte sind diese Eckpunkte (m)einer Selbstdefinition unnachgiebig.
Liebe, Familie, Kinder, Vertrauen, Humor, Genuss, Natur, Natürlichkeit, Freude, Freundschaft, Mitgefühl, Arbeit, Hilfe für den Anderen, Heimat, Gelassenheit.
Aber schon beim ersten Schauen hatte ich, trotz meiner grossen Sympathie für die Charaktere, ein ungutes Gefühl. Wieso können sich Gerri und Tom, die ein sorgenfreies Leben führen und eine erfüllte, liebevolle Beziehung haben, über andere Menschen urteilen und sich ständig im Recht fühlen? Und darf Familie wirklich in diesem Extrem über Freundschaften stehen? Oder ist die Beziehung zwischen Gerri und Mary überhaupt eine Freundschaft? Und wenn nicht, darf Gerri dann so tun als ob, da sie Mary anscheinend garnicht braucht?
Gleichzeitig sass ich voller Bewunderung und Sehnsucht und Verständnis vor dem Leben von Gerri und Tom: Vertrauen, auch nach vielen Jahren Ehe, Humor, gemeinsame und geteilte Leidenschaft, vor allem der Garten, die Natur, der Kreislauf der Jahreszeiten, die ehrliche Arbeit am und im Boden, und die Ernte, die Früchte dieser Arbeit.Gemeinsam kochen und essen, Tee trinken, den Tag beschliessen, lesen, erzählen.
Ich teile viel von diesem Leben in Partnerschaft und Liebe. Ich habe das grosse Glück, in einer glücklichen Beziehung zu leben. Aber ich habe keine Ahnung von der Selbstverständlichkeit, andere Menschen abzuurteilen. Diese Eigenschaft ist mir fast zuwider. Ein Derzeit grosses Thema, da meine Mutter diese Eigenschaft auch hat.
Trotzdem sind mir die Charaktere von Gerri und Tom nicht zuwider. Was ist hier los?
Bei der Lektüre von Wilhelm Schmid Mit sich selbst befreundet sein bin ich auf meine Antwort gestossen.
Tom, aber vor allem Gerri, verkörpern für mich Teile meines "festen inneren Kerns". Das heisst, ich muss sie nicht als Personen begreifen, sondern sie abstrahieren für mich bestimmte Eigenschaften in Strukturen zum Zwecke einer Selbstdefinition.
Zu diesem Zweck müssen die Figuren nicht ausgeglichen und feherbehaftet sein. Nein - sie dürfen in diesem Sinne unnachgiebig sein. Es geht um die innersten Werte, nicht um eine realistische Darstellung eines menschlichen Lebens mit Makeln und Irrtümern. Gerri und Tom leben ihre Werte, und darin finde ich auch einen Ausschnitt der meinen wieder, und im verfolgen dieser Werte sind diese Eckpunkte (m)einer Selbstdefinition unnachgiebig.
Liebe, Familie, Kinder, Vertrauen, Humor, Genuss, Natur, Natürlichkeit, Freude, Freundschaft, Mitgefühl, Arbeit, Hilfe für den Anderen, Heimat, Gelassenheit.
Mittwoch, 12. November 2014
Donnerstag, 6. November 2014
Caldera. Ein Blick in die Welt der Psychose
SYNOPSIS
Through the eyes of a young girl suffering from mental illness, CALDERA glimpses into a world of psychosis and explores a world of ambiguous reality and the nature of life and death.
DIRECTOR'S STATEMENT
CALDERA is inspired by my father's struggle with schizoaffective disorder. In states of delusion, my father has danced on the rings of Saturn, spoken with angels, and fled from his demons. He has lived both a fantastical and haunting life, but one that's invisible to the most of us. In our differing understanding of reality, we blindly mandate his medication, assimilate him to our marginalizing culture, and entirely misinterpret him for all he is worth. CALDERA aims to not only venerate my father, but all brilliant minds forged in the haunted depths of psychosis.
Caldera (2012) from ORCHID on Vimeo.
HISTORY
CALDERA was helmed by Evan Viera (Director/Composer/Co-Writer) and Chris Bishop (Co-writer/Animation Supervisor/Story Artist) and was produced at Hampshire College. CALDERA was the first film to go through the Bit Films Incubator Program, where founder and professor Chris Perry (co-producer/editor) invites orphaned independent films to be made on campus with the College's students and resources. MANY students and industry professionals generously donated their time to the making of this film. See below for the full credits list.
In co-production with Bit Films and Flicker Dreams Productions
I had a black dog, his name was depression
Matthew Johnstone hat eine Kurzfilm über Depression gezeichnet.
Er nennt seine Depression als einen schwarzen Hund. Dieser besucht ihn zu Zu Anfang besucht ihn der schwarze Hund ab und zu, als er älter wird, begleitet der Hund jeden Moment seines Lebens, bis Matthew professionelle Hilfe sucht. Ein Bild, das es Menschen, die ein Gefühl der Depression nicht kennen, vielleicht ermöglicht, Verständnis für depressive Menschen aufzubringen.
Er nennt seine Depression als einen schwarzen Hund. Dieser besucht ihn zu Zu Anfang besucht ihn der schwarze Hund ab und zu, als er älter wird, begleitet der Hund jeden Moment seines Lebens, bis Matthew professionelle Hilfe sucht. Ein Bild, das es Menschen, die ein Gefühl der Depression nicht kennen, vielleicht ermöglicht, Verständnis für depressive Menschen aufzubringen.
Montag, 17. Februar 2014
Dienstag, 14. Januar 2014
Auf Schienen durchs Outback
Nicht nur Güterzüge und Zweckverbindungen durchziehen den australischen Bundesstaat Queensland. Es gibt auch romantische Routen durch das weite Land. Für Freunde historischer Züge ist das Reisen damit ein besonderes Erlebnis, ohne Hightech und Hochgeschwindigkeiten.
So zählt die Kuranda Scenic Railway zu den schönsten Bahnstrecken Australiens. Die Entfernung beträgt nur 34 Kilometer, aber die Fahrt dauert fast zwei Stunden. Ständige Stopps ermöglichen den Touristen, Sehenswürdigkeiten wie die Barron Falls zu fotografieren.
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| (c) arte |
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| (c) cairnsaustraliablog |
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| (c) arte |
Der Gulflander brachte früher die Goldsucher von Croydon zur Küste. 1,5 Millionen Unzen Gold wurden damals in der Region gefördert, das entspricht heute einem Wert von rund 1,5 Milliarden Euro. Später wurde von hier Vieh von den Farmen des Landesinneren mit dem Zug in die Hafenstädte transportiert. Die Rinderfarmen der Gegend sind so groß, dass sie nur per Hubschrauber zu überblicken sind. In Normanton, der Endstation des Gulflanders, gibt es keine Anschlusszüge mehr. Und wer nach Croydon zurückfahren möchte, muss eine Woche warten.
Dokumentation auf arte, 3.1.2014
Donnerstag, 14. November 2013
Freitag, 9. November 2012
Ramon Bruin - Leben auf Papier
Der holländische Künstler Ramon Bruin ist eigentlich Airbrush-Künstler, aber zeigt auf seiner Webseite auch Bleistiftzeichnungen, die aus dem Papier herauszuwachsen scheinen.
Mit Hilfe der Fotografie, denn ich denke der gewünschte Effekt tritt nur aus einer ganz bestimmten Perspektive auf, Brüchen, Licht und Schatten erschafft Ramon Bruin eine Welt, die Teil der unsrigen ist, von deren Existenz wir aber nichts wussten.
Vor unseren Augen, auf dem Papier vor uns, entstehen plötzlich Kreaturen und Gegenstände, von denen wir wissen, dass sie eigentlich nicht sein können, und dennoch stehen sie vor uns, real und voller Leben. Das hat etwas Tröstliches, so wie die Phantasien von Kindern. Oder etwas Verstörendes, wie Alpträume.
Mit Hilfe der Fotografie, denn ich denke der gewünschte Effekt tritt nur aus einer ganz bestimmten Perspektive auf, Brüchen, Licht und Schatten erschafft Ramon Bruin eine Welt, die Teil der unsrigen ist, von deren Existenz wir aber nichts wussten.
Vor unseren Augen, auf dem Papier vor uns, entstehen plötzlich Kreaturen und Gegenstände, von denen wir wissen, dass sie eigentlich nicht sein können, und dennoch stehen sie vor uns, real und voller Leben. Das hat etwas Tröstliches, so wie die Phantasien von Kindern. Oder etwas Verstörendes, wie Alpträume.
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| (c) Ramon Bruin |
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| (c) Ramon Bruin |
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| (c) Ramon Bruin |
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| (c) Ramon Bruin |
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| (c) Ramon Bruin |
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| (c) Ramon Bruin |
Freitag, 17. August 2012
Sight - Kurzfilm
Ein futuristischer Kurzfilm von Eran May-raz und Daniel Lazo.
Abschlussarbeit der Bezaleal academy of arts.
Abschlussarbeit der Bezaleal academy of arts.
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