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| (c) Rob Greenfield |
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Montag, 15. Juni 2015
Inspirierend: Rob Greenfield
Freitag, 29. Mai 2015
Mike Leigh: Another Year - Keine Filmkritik
Bereits drei Mal habe ich den Film Another Year von Mike Leigh gesehen. Ich mag den Film, ich mag die Charaktere, die in dem Film vorgestellt und entwickelt werden, ich mag die Langsamkeit, in der er erzählt wird, ich mag die Beziehung zur Natur.
Aber schon beim ersten Schauen hatte ich, trotz meiner grossen Sympathie für die Charaktere, ein ungutes Gefühl. Wieso können sich Gerri und Tom, die ein sorgenfreies Leben führen und eine erfüllte, liebevolle Beziehung haben, über andere Menschen urteilen und sich ständig im Recht fühlen? Und darf Familie wirklich in diesem Extrem über Freundschaften stehen? Oder ist die Beziehung zwischen Gerri und Mary überhaupt eine Freundschaft? Und wenn nicht, darf Gerri dann so tun als ob, da sie Mary anscheinend garnicht braucht?
Gleichzeitig sass ich voller Bewunderung und Sehnsucht und Verständnis vor dem Leben von Gerri und Tom: Vertrauen, auch nach vielen Jahren Ehe, Humor, gemeinsame und geteilte Leidenschaft, vor allem der Garten, die Natur, der Kreislauf der Jahreszeiten, die ehrliche Arbeit am und im Boden, und die Ernte, die Früchte dieser Arbeit.Gemeinsam kochen und essen, Tee trinken, den Tag beschliessen, lesen, erzählen.
Ich teile viel von diesem Leben in Partnerschaft und Liebe. Ich habe das grosse Glück, in einer glücklichen Beziehung zu leben. Aber ich habe keine Ahnung von der Selbstverständlichkeit, andere Menschen abzuurteilen. Diese Eigenschaft ist mir fast zuwider. Ein Derzeit grosses Thema, da meine Mutter diese Eigenschaft auch hat.
Trotzdem sind mir die Charaktere von Gerri und Tom nicht zuwider. Was ist hier los?
Bei der Lektüre von Wilhelm Schmid Mit sich selbst befreundet sein bin ich auf meine Antwort gestossen.
Tom, aber vor allem Gerri, verkörpern für mich Teile meines "festen inneren Kerns". Das heisst, ich muss sie nicht als Personen begreifen, sondern sie abstrahieren für mich bestimmte Eigenschaften in Strukturen zum Zwecke einer Selbstdefinition.
Zu diesem Zweck müssen die Figuren nicht ausgeglichen und feherbehaftet sein. Nein - sie dürfen in diesem Sinne unnachgiebig sein. Es geht um die innersten Werte, nicht um eine realistische Darstellung eines menschlichen Lebens mit Makeln und Irrtümern. Gerri und Tom leben ihre Werte, und darin finde ich auch einen Ausschnitt der meinen wieder, und im verfolgen dieser Werte sind diese Eckpunkte (m)einer Selbstdefinition unnachgiebig.
Liebe, Familie, Kinder, Vertrauen, Humor, Genuss, Natur, Natürlichkeit, Freude, Freundschaft, Mitgefühl, Arbeit, Hilfe für den Anderen, Heimat, Gelassenheit.
Aber schon beim ersten Schauen hatte ich, trotz meiner grossen Sympathie für die Charaktere, ein ungutes Gefühl. Wieso können sich Gerri und Tom, die ein sorgenfreies Leben führen und eine erfüllte, liebevolle Beziehung haben, über andere Menschen urteilen und sich ständig im Recht fühlen? Und darf Familie wirklich in diesem Extrem über Freundschaften stehen? Oder ist die Beziehung zwischen Gerri und Mary überhaupt eine Freundschaft? Und wenn nicht, darf Gerri dann so tun als ob, da sie Mary anscheinend garnicht braucht?
Gleichzeitig sass ich voller Bewunderung und Sehnsucht und Verständnis vor dem Leben von Gerri und Tom: Vertrauen, auch nach vielen Jahren Ehe, Humor, gemeinsame und geteilte Leidenschaft, vor allem der Garten, die Natur, der Kreislauf der Jahreszeiten, die ehrliche Arbeit am und im Boden, und die Ernte, die Früchte dieser Arbeit.Gemeinsam kochen und essen, Tee trinken, den Tag beschliessen, lesen, erzählen.
Ich teile viel von diesem Leben in Partnerschaft und Liebe. Ich habe das grosse Glück, in einer glücklichen Beziehung zu leben. Aber ich habe keine Ahnung von der Selbstverständlichkeit, andere Menschen abzuurteilen. Diese Eigenschaft ist mir fast zuwider. Ein Derzeit grosses Thema, da meine Mutter diese Eigenschaft auch hat.
Trotzdem sind mir die Charaktere von Gerri und Tom nicht zuwider. Was ist hier los?
Bei der Lektüre von Wilhelm Schmid Mit sich selbst befreundet sein bin ich auf meine Antwort gestossen.
Tom, aber vor allem Gerri, verkörpern für mich Teile meines "festen inneren Kerns". Das heisst, ich muss sie nicht als Personen begreifen, sondern sie abstrahieren für mich bestimmte Eigenschaften in Strukturen zum Zwecke einer Selbstdefinition.
Zu diesem Zweck müssen die Figuren nicht ausgeglichen und feherbehaftet sein. Nein - sie dürfen in diesem Sinne unnachgiebig sein. Es geht um die innersten Werte, nicht um eine realistische Darstellung eines menschlichen Lebens mit Makeln und Irrtümern. Gerri und Tom leben ihre Werte, und darin finde ich auch einen Ausschnitt der meinen wieder, und im verfolgen dieser Werte sind diese Eckpunkte (m)einer Selbstdefinition unnachgiebig.
Liebe, Familie, Kinder, Vertrauen, Humor, Genuss, Natur, Natürlichkeit, Freude, Freundschaft, Mitgefühl, Arbeit, Hilfe für den Anderen, Heimat, Gelassenheit.
Montag, 25. Mai 2015
Dumb Little Man: 4 Truths About Worry
“I’ve had a lot of worries in my life, most of which never happened.”
Mark Twain
Auf Dumb Little Man erschien am 20. Mai ein Artikel über vier Wahrheiten bezüglich der eigenen Sorge, was andere über uns denken, was unsere Entscheidungen beeinflusst und was wir dagegen tun können.
4 Truths About Worry treffen einige meiner derzeitigen Sorgen, meiner verstörten Selbstwahrnehmung, meiner Zurückgenommenheit. Nochmal lesen!
Mark Twain
Auf Dumb Little Man erschien am 20. Mai ein Artikel über vier Wahrheiten bezüglich der eigenen Sorge, was andere über uns denken, was unsere Entscheidungen beeinflusst und was wir dagegen tun können.
4 Truths About Worry treffen einige meiner derzeitigen Sorgen, meiner verstörten Selbstwahrnehmung, meiner Zurückgenommenheit. Nochmal lesen!
Mittwoch, 20. Mai 2015
Der Wendepunkt
Endlich war der Moment gekommen. Dank meiner Freundinnen B und M, zufällige Bekenntnisse, Gespräche, Ratschläge, konnte ich endlich den Entschluss fassen, Hilfe zu suchen. Diese Suche war noch einmal beschwerlich, aber im dritten Anlauf kam ich an. Eine Familientherapeutin, die mich schon nach der ersten Sitzung an einen eigenen Psychologen überwies. Nun bin ich in Therapie, und ich nehme Medikamente.
Hier anzukommen, hatte ich nie zu hoffen gewagt. Dass mir jemand sagt: Sie dürfen nicht so leiden. Sie haben eine Erschöpfungsdepression. Dass mir jemand sagt: Sie haben eine leichte bis mittelschwere Depression, Medikamente können Ihnen helfen.
Die Erleichterung, mich nicht mehr verstecken zu müssen, nicht mehr so tun müssen als ob es mir gut ginge.
In meinen schlimmen Phasen habe ich mich als ewig depressive, als Verlierer-Mutter, als Leidende, als einen Menschen, der alles verpasst hat, gesehen. Nun habe ich Hilfe. Und die Chance, dass sich mein Leiden, das Leiden so vieler langer Jahre, bessert.
Ein grosses Thema: meine Eltern.
Ein grosses Thema: meine schwierigen Gefühle, und der Herr "Reiss-Dich-Zusammen", der mir noch obenrein verbietet, schwierige Gefühle zu haben
Ein grosses Thema: meine alte grosse Liebe zu S
Ein grosses Thema: meine Kinder, die Wutausbrüche, das Schreien
Ein grosses Thema: mein geringes Selbstwertgefühl
Hier anzukommen, hatte ich nie zu hoffen gewagt. Dass mir jemand sagt: Sie dürfen nicht so leiden. Sie haben eine Erschöpfungsdepression. Dass mir jemand sagt: Sie haben eine leichte bis mittelschwere Depression, Medikamente können Ihnen helfen.
Die Erleichterung, mich nicht mehr verstecken zu müssen, nicht mehr so tun müssen als ob es mir gut ginge.
In meinen schlimmen Phasen habe ich mich als ewig depressive, als Verlierer-Mutter, als Leidende, als einen Menschen, der alles verpasst hat, gesehen. Nun habe ich Hilfe. Und die Chance, dass sich mein Leiden, das Leiden so vieler langer Jahre, bessert.
Ein grosses Thema: meine Eltern.
Ein grosses Thema: meine schwierigen Gefühle, und der Herr "Reiss-Dich-Zusammen", der mir noch obenrein verbietet, schwierige Gefühle zu haben
Ein grosses Thema: meine alte grosse Liebe zu S
Ein grosses Thema: meine Kinder, die Wutausbrüche, das Schreien
Ein grosses Thema: mein geringes Selbstwertgefühl
Dienstag, 3. März 2015
Mittwoch, 25. Februar 2015
Sonntag, 2. November 2014
Continuous Creation Challenge (CCC)
Joel Zaslofsky hat 2012 die Continuous Creation Challenge ins Leben gerufen. Kreativ sein statt zu konsumieren, produzieren statt zu prokrastinieren, Gewohnheiten ablegen um neue zu schaffen, die uns zufriedener machen und uns gut tun - uns erlauben ein erfüllteres Leben zu führen.
The Value of Simple.
The Value of Simple.
Donnerstag, 25. Juli 2013
Look at me - A collection of found photos
Look at me:
Diese Photos gehören niemandem mehr. Sie waren einst Erinnerung, Freude, Sehnsucht eines Menschen. Nun sehe ich nur noch die Gesichter auf Papier und sehe einen Ausschnitt aus dem Leben eines anderen Menschen. Ich weiss nicht, wann oder wo das Bild entstanden ist, ich weiss nicht, welche Sprache gesprochen wurde, als die Menschen sich aus der Bewegungslosigkeit der Aufnahme lösten. Ich ahne, wie oft es in die Hand genommen und angesehen wurde. Wieviel damit verbunden wurde.
Es ist eine Art Hochachtung oder Verbeugung vor dem Leben anderer uns unbekannter Menschen, diese Photos aufzubewahren, den Moment zu bewahren, an den sich andere ein Leben lang erinnern wollten.
Diese Photos gehören niemandem mehr. Sie waren einst Erinnerung, Freude, Sehnsucht eines Menschen. Nun sehe ich nur noch die Gesichter auf Papier und sehe einen Ausschnitt aus dem Leben eines anderen Menschen. Ich weiss nicht, wann oder wo das Bild entstanden ist, ich weiss nicht, welche Sprache gesprochen wurde, als die Menschen sich aus der Bewegungslosigkeit der Aufnahme lösten. Ich ahne, wie oft es in die Hand genommen und angesehen wurde. Wieviel damit verbunden wurde.
Es ist eine Art Hochachtung oder Verbeugung vor dem Leben anderer uns unbekannter Menschen, diese Photos aufzubewahren, den Moment zu bewahren, an den sich andere ein Leben lang erinnern wollten.
Mittwoch, 22. Mai 2013
Vier
Nur Stunden nach meinem letzten daybook-Eintrag vergingen, dann waren wir vier. Dieser letzte Tag, der allein mir gehörte. Und nun sind wir vier. Wir finden uns neu und lernen uns neu kennen und sind uns vertrauter wie nie vorher. Wir können uns auf uns verlassen und stärken uns und finden die Wunder des neuen Lebens ein zweites Mal, diesmal in Begleitung unseres Grossen. Wir sind glücklich.
Montag, 12. November 2012
7 Simple Ways To Never Be Happy
"7 Simple Ways To Never Be Happy" - 7 einfache Wege niemals glücklich zu werden - ist ein Artikel von Anne Dorko, der auf der Webseite Dumb Little Man erschienen ist.
Einfach mal den Spiess herumgedreht, schliesslich hat jeder schon oft genug gelesen oder gehört, wie man ganz sicher glücklich wird in seinem und ihrem Leben. Wie aber schaffe ich es, nicht glücklich zu werden?
Hier die Antworten, und es ist wohl leider so, dass die eine oder andere nicht ganz unbekannt ist:
1. Ignoriere Deine Leidenschaften.
2. Höre auf, irgendetwas Neues zu lernen.
3. Versuche nicht weiter, Du selbst zu sein.
4. Glaube daran, dass Deine Ideen nichts taugen.
5. Umgebe Dich mit gleichgültigen Menschen.
6. Lass Deine Gedanken nicht grösser sein als Du selbst.
7. Liste auf, warum Du nicht erfolgreich sein kannst.
Kurz: analysiere, was Du bereits erfolgreich anwendest und wo Du noch ein wenig an Dir arbeiten musst, wenn Du wirklich für den Rest Deines Lebens als ein unglücklicher Mensch leben willst, trostlos und ohne Träume.
Einfach mal den Spiess herumgedreht, schliesslich hat jeder schon oft genug gelesen oder gehört, wie man ganz sicher glücklich wird in seinem und ihrem Leben. Wie aber schaffe ich es, nicht glücklich zu werden?
Hier die Antworten, und es ist wohl leider so, dass die eine oder andere nicht ganz unbekannt ist:
1. Ignoriere Deine Leidenschaften.
2. Höre auf, irgendetwas Neues zu lernen.
3. Versuche nicht weiter, Du selbst zu sein.
4. Glaube daran, dass Deine Ideen nichts taugen.
5. Umgebe Dich mit gleichgültigen Menschen.
6. Lass Deine Gedanken nicht grösser sein als Du selbst.
7. Liste auf, warum Du nicht erfolgreich sein kannst.
Kurz: analysiere, was Du bereits erfolgreich anwendest und wo Du noch ein wenig an Dir arbeiten musst, wenn Du wirklich für den Rest Deines Lebens als ein unglücklicher Mensch leben willst, trostlos und ohne Träume.
Dienstag, 14. August 2012
Die 12 Lektionen, die ich in meinem Leben bisher gelernt habe
Ein Mann wird 60 Jahre alt. Er reflektiert sein Leben, was er bisher gelernt hat. Er definiert zwölf Lektionen, die wir uns auch zur Aufgabe machen können, oder es vielleicht sogar schon getan haben, ohne es zu merken.
1. Je besser wir uns selber kennen, desto besser können wir unser Verhalten uns und anderen gegenüber kontrollieren.
2. Nimm das Gute wahr. Nimm Dir jeden Tag ein paar Momente Zeit, um zu bedenken, was Dir Gutes in Deinem Leben widerfährt. Es ist wahrscheinlich mehr als Du denkst.
3. Lass die Sicherheit los. Das Gegenteil von Sicherheit ist nicht Unsicherheit. Es ist Offenheit und Neugierde und der Willen, Gegensätze anzunehmen. Die grösste Herausforderung ist, uns so anzunehmen, wie wir sind, und nicht aufzuhören zu lernen und zu wachsen.
4. Versuche nicht, Dich auf Kosten anderer aufzuwerten.
5. Erledige das Wichtigste zu Beginn des Tages und Du wirst keinen unproduktiven Tag mehr haben.
6. Es ist möglich, in egal welchem Bereich exzellente Leistungen zu erzielen, aber von nichts kommt nichts und Mühsal ist Teil des eigenen Wachsens.
7. Je mehr Handlungen man in seinem Leben bewusst automatisiert, desto mehr bekommt man erledigt. Automatisierte Handlungen sparen Energien ein.
8. Entschleunige. Geschwindigkeit ist der Feind von so ziemlich allem, was im Leben von Bedeutung ist.
9. Das Gefühl, genug zu haben, ist zauberhaft.
10. Tue das Richtige, weil es das Richtige zu tun ist und erwarte nichts dafür. Deine Werte sind das einzige was Dir gehört und niemand kann sie Dir nehmen. Das Richtige zu tun mag Dir vielleicht nicht bringen, was Du in diesem Moment möchtest, aber es wird Dir langfristig ein besseres Selbstgefühl verschaffen. Wenn Du Dir unsicher bist, dann bleib lieber ruhig und freundlich.
11. Gib der Welt mehr zurück als Du verbrauchst.
12. Geniesse jeden Augenblick - auch die schwierigen. Alles geht so schnell vorbei.
Turning 60: The Twelve Most Important Lessons I've Learned So Far von Tony Schwartz
1. Je besser wir uns selber kennen, desto besser können wir unser Verhalten uns und anderen gegenüber kontrollieren.
2. Nimm das Gute wahr. Nimm Dir jeden Tag ein paar Momente Zeit, um zu bedenken, was Dir Gutes in Deinem Leben widerfährt. Es ist wahrscheinlich mehr als Du denkst.
3. Lass die Sicherheit los. Das Gegenteil von Sicherheit ist nicht Unsicherheit. Es ist Offenheit und Neugierde und der Willen, Gegensätze anzunehmen. Die grösste Herausforderung ist, uns so anzunehmen, wie wir sind, und nicht aufzuhören zu lernen und zu wachsen.
4. Versuche nicht, Dich auf Kosten anderer aufzuwerten.
5. Erledige das Wichtigste zu Beginn des Tages und Du wirst keinen unproduktiven Tag mehr haben.
6. Es ist möglich, in egal welchem Bereich exzellente Leistungen zu erzielen, aber von nichts kommt nichts und Mühsal ist Teil des eigenen Wachsens.
7. Je mehr Handlungen man in seinem Leben bewusst automatisiert, desto mehr bekommt man erledigt. Automatisierte Handlungen sparen Energien ein.
8. Entschleunige. Geschwindigkeit ist der Feind von so ziemlich allem, was im Leben von Bedeutung ist.
9. Das Gefühl, genug zu haben, ist zauberhaft.
10. Tue das Richtige, weil es das Richtige zu tun ist und erwarte nichts dafür. Deine Werte sind das einzige was Dir gehört und niemand kann sie Dir nehmen. Das Richtige zu tun mag Dir vielleicht nicht bringen, was Du in diesem Moment möchtest, aber es wird Dir langfristig ein besseres Selbstgefühl verschaffen. Wenn Du Dir unsicher bist, dann bleib lieber ruhig und freundlich.
11. Gib der Welt mehr zurück als Du verbrauchst.
12. Geniesse jeden Augenblick - auch die schwierigen. Alles geht so schnell vorbei.
Turning 60: The Twelve Most Important Lessons I've Learned So Far von Tony Schwartz
Montag, 7. Mai 2012
Wenn alles möglich wäre
"Wenn alles möglich wäre; wenn Du keine Angst vor Fehlern und Ablehnung hättest, wenn Du alle Kostbarkeit deines Lebens voll spüren würdest - was würdest Du verändern?"
Veit Lindau
Veit Lindau
Sonntag, 15. April 2012
View-Master
Unser Kleiner verbrachte heute Nachmittag zwei Stunden bei unserer Freundin. Als ich ihn abholte, hielt er ein rot-weisses Teil vor seine Augen, und schon von der Wohnungstür aus konnte ich erkennen, was er da in seinen Händen hielt.
Nicht, dass ich es hätte benennen können. Das kann ich erst seit ein paar Stunden -
Unser Kleiner hielt einen View-Master vor seine Augen, ein kleines mechanisches Gerät, das es ermöglicht, Stereobilder zu betrachten. Ich hatte als kleines Kind auch einen solchen View-Master, und ich habe es immer noch hier bei mir.
Ich erinnere mich an meine Faszination beim Betrachten der Stereobilder. Wir hatten genau drei Scheiben, drei Folgen einer Petzi-Geschichte, die auch als Buch in meinem Regal stand. Es begeisterte mich die Verkürzung der eigentlich recht langen Geschichte, die rätselhafte Tiefe der Bilder, die gleichzeitig unerklärlich und doch selbstverständlich vor meinen Augen entstand. Ich erinnere mich auch, wie irritierend ich es fand, das man durch das Gerät nicht eigentlich hindurchsehen konnte, denn ohne Bildscheibe sah das Auge nur milchigweisses Licht.
Ich weiss, dass ich es nicht müde wurde, die drei Scheiben wieder und wieder anzusehen. Eigentlich bin ich heute verwundert, dass ich mir nicht mehr Scheiben-Geschichten gewünscht habe. Aber das passt nun auch wieder zum Kind-Sein. Es ist irgendwie wie es ist, und es ist gut so.
Als mein Sohn und ich nach Hause zurückkehrten, kramte ich ihm umgehend meinen View-Master hervor. So ist er nun in seinen kleinen Händen und ich wünsche mir für ihn die gleiche tiefe Faszination und Hingabe.
Nicht, dass ich es hätte benennen können. Das kann ich erst seit ein paar Stunden -
Unser Kleiner hielt einen View-Master vor seine Augen, ein kleines mechanisches Gerät, das es ermöglicht, Stereobilder zu betrachten. Ich hatte als kleines Kind auch einen solchen View-Master, und ich habe es immer noch hier bei mir.
Ich erinnere mich an meine Faszination beim Betrachten der Stereobilder. Wir hatten genau drei Scheiben, drei Folgen einer Petzi-Geschichte, die auch als Buch in meinem Regal stand. Es begeisterte mich die Verkürzung der eigentlich recht langen Geschichte, die rätselhafte Tiefe der Bilder, die gleichzeitig unerklärlich und doch selbstverständlich vor meinen Augen entstand. Ich erinnere mich auch, wie irritierend ich es fand, das man durch das Gerät nicht eigentlich hindurchsehen konnte, denn ohne Bildscheibe sah das Auge nur milchigweisses Licht.
Ich weiss, dass ich es nicht müde wurde, die drei Scheiben wieder und wieder anzusehen. Eigentlich bin ich heute verwundert, dass ich mir nicht mehr Scheiben-Geschichten gewünscht habe. Aber das passt nun auch wieder zum Kind-Sein. Es ist irgendwie wie es ist, und es ist gut so.
Als mein Sohn und ich nach Hause zurückkehrten, kramte ich ihm umgehend meinen View-Master hervor. So ist er nun in seinen kleinen Händen und ich wünsche mir für ihn die gleiche tiefe Faszination und Hingabe.
Freitag, 13. April 2012
Tell me, what is it you plan to do with your one wild and precious life?
The Summer Day
Who made the world?
Who made the swan, and the black bear?
Who made the grasshopper?
This grasshopper, I mean-
the one who has flung herself out of the grass,
the one who is eating sugar out of my hand,
who is moving her jaws back and forth instead of up and down-
who is gazing around with her enormous and complicated eyes.
Now she lifts her pale forearms and thoroughly washes her face.
Now she snaps her wings open, and floats away.
I don't know exactly what a prayer is.
I do know how to pay attention, how to fall down
into the grass, how to kneel down in the grass,
how to be idle and blessed, how to stroll through the fields,
which is what I have been doing all day.
Tell me, what else should I have done?
Doesn't everything die at last, and too soon?
Tell me, what is it you plan to do
with your one wild and precious life?
Mary Oliver
from New and Selected Poems, 1992
Beacon Press, Boston, MA
Who made the world?
Who made the swan, and the black bear?
Who made the grasshopper?
This grasshopper, I mean-
the one who has flung herself out of the grass,
the one who is eating sugar out of my hand,
who is moving her jaws back and forth instead of up and down-
who is gazing around with her enormous and complicated eyes.
Now she lifts her pale forearms and thoroughly washes her face.
Now she snaps her wings open, and floats away.
I don't know exactly what a prayer is.
I do know how to pay attention, how to fall down
into the grass, how to kneel down in the grass,
how to be idle and blessed, how to stroll through the fields,
which is what I have been doing all day.
Tell me, what else should I have done?
Doesn't everything die at last, and too soon?
Tell me, what is it you plan to do
with your one wild and precious life?
Mary Oliver
from New and Selected Poems, 1992
Beacon Press, Boston, MA
Freitag, 6. April 2012
The underwater project
Der Fotograf Mark Tipple hat im Sommer 2011 das underwaterproject durchgeführt. Menschen tauchen unter Wellen hindurch, sind für Sekunden Körper unter Wasser, auf der Flucht vor Gewalt des Wassers, in sicherer Nähe von Boden und Wasseroberfläche. Mark Tipple hat diese Momente in Bildern festgehalten.
Es entstanden Bilder aus einer andernen Welt: Die sich überschlagenden Wellen formen Wolken und Himmel von anderen Sternen, die Körper sind sirenengleich, die Farben zeugen von Sturm und Chaos.
Mark Tipple
Es entstanden Bilder aus einer andernen Welt: Die sich überschlagenden Wellen formen Wolken und Himmel von anderen Sternen, die Körper sind sirenengleich, die Farben zeugen von Sturm und Chaos.
Mark Tipple
Montag, 9. Januar 2012
The obliteration room
Im Dezember 2011 stellte die Künstlerin Yayoi Kusama in einem Museum eine australische Wohnung nach und strich alles weiss an - Boden, Wände, Möbel, Gegenstände erhielten eine weisse Haut. Dies war die Basis für ein interaktives Projekt mit Kindern: alle Kinder, die das Museum besuchten erhielten Aufkleber, rund und bunt, die sie in dem Raum anbringen durften.
Hier das Ergebnis des Kunstprojekts:
This is What Happens When You Give Thousands of Stickers to Thousands of Kids
Hier das Ergebnis des Kunstprojekts:
This is What Happens When You Give Thousands of Stickers to Thousands of Kids
Dienstag, 3. Januar 2012
Sydney
Sydney - ich sehe Bilder dieser Stadt und ich fühle mich sehnsüchtig. Gleichzeitig glücklich, dass diese Stadt Teil meines Lebens ist. Der Wunsch, wieder zurückzukehren, ist übergross.
Ich habe einmal gelesen, dass ein Mensch seine Ziele um so weiter steckt - und damit unerreichbarer - je weniger erfüllt er sich fühlt.
Ich habe einmal gelesen, dass ein Mensch seine Ziele um so weiter steckt - und damit unerreichbarer - je weniger erfüllt er sich fühlt.
Montag, 2. Januar 2012
Sich selbst kennenlernen
Eudaimonia - einen guten Dämon habend. Glück als Ziel des menschlichen Daseins, des erfüllten, sinnerfüllten Lebens (Aristoteles).
Das Glück der Fülle. Ein Glücksbegriff, der das Negative nicht ausschliesst. (Wilhelm Schmid).
Wie ist Glück zu erreichen? Mein erster Schritt: sich selber (wieder) kennenlernen. Ich stelle mir die Frage: Was habe ich früher gerne gemacht? Was habe ich früher getan, was mich glücklich machte? Was habe ich verlernt zu tun?
Erste Antworten: Eindrücke sammeln in Worten und Bildern, Erinnerungen und Lesezeichen, die den Blick weiteten und mich zusammenhielten. Lachen. Ängste benennen. Wundern. Schreiben. Zeichnen. Lesen. Sehen. Ausschneiden. Sammeln. Kleben. Staunen.Träumen. Hören. Zeit haben. Spielen. Lernen.
Das Glück der Fülle. Ein Glücksbegriff, der das Negative nicht ausschliesst. (Wilhelm Schmid).
Wie ist Glück zu erreichen? Mein erster Schritt: sich selber (wieder) kennenlernen. Ich stelle mir die Frage: Was habe ich früher gerne gemacht? Was habe ich früher getan, was mich glücklich machte? Was habe ich verlernt zu tun?
Erste Antworten: Eindrücke sammeln in Worten und Bildern, Erinnerungen und Lesezeichen, die den Blick weiteten und mich zusammenhielten. Lachen. Ängste benennen. Wundern. Schreiben. Zeichnen. Lesen. Sehen. Ausschneiden. Sammeln. Kleben. Staunen.Träumen. Hören. Zeit haben. Spielen. Lernen.
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