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Montag, 3. November 2014

Forty portraits in forty years

Aus dem New York Times Magazine

"Nicholas Nixon was visiting his wife’s family when, “on a whim,” he said, he asked her and her three sisters if he could take their picture. It was summer 1975, and a black-and-white photograph of four young women — elbows casually attenuated, in summer shirts and pants, standing pale and luminous against a velvety background of trees and lawn — was the result.

(c) Nicholas Nixon. 1975, New Canaan, Conn.
 A year later, at the graduation of one of the sisters, while readying a shot of them, he suggested they line up in the same order. After he saw the image, he asked them if they might do it every year. “They seemed O.K. with it,” he said; thus began a project that has spanned almost his whole career. The series, which has been shown around the world over the past four decades, will be on view at the Museum of Modern Art, coinciding with the museum’s publication of the book “The Brown Sisters: Forty Years” in November.

Who are these sisters? We’re never told (though we know their names: from left, Heather, Mimi, Bebe and Laurie; Bebe, of the penetrating gaze, is Nixon’s wife). The human impulse is to look for clues, but soon we dispense with our anthropological scrutiny — Irish? Yankee, quite likely, with their decidedly glamour-neutral attitudes — and our curiosity becomes piqued instead by their undaunted stares. All four sisters almost always look directly at the camera, as if to make contact, even if their gazes are guarded or restrained."

(c) Nicholas Nixon. 1981, Cincinnati
(c) Nicholas Nixon. 1999, Brookline, Mass.
(c) Nicholas Nixon. 2014, Wellfleet, Mass.


Die Seite des New York Times Magazines zeigt alle Bilder der 40 Jahre. 

Was empfinde ich, wenn ich diese Photographien betrachte?

Ich bewundere die Schönheit der Jugend, die kühlen Blicke, die Sicherheit der jungen Frauen, im Leben zu erreichen, was sie erreichen wollen. Es ist in diesen jungen Jahren eher ein Nebeneinander, als ein Miteinander. Frisuren und Kleidung ändern sich, und auf einmal auch ein Blick. Eine Weichheit, ein leichtes Lächeln. Und auf einmal erste Falten. Müdigkeit. Wann ist das passiert? Innerhalb eines Jahres? Oder lassen sich erste Zeichen doch vorher schon erahnen? Im Rückblick? Irgendwann schaut man den Frauen ins Gesicht und Beginnt Biographien zu erahnen, Schmerz, Enttäuschungen, Erfolge, Mühen, Trauer, Zufriedenheit, Schwangerschaften, Kinder. Gelebtes Leben. Unmerklich werden aus diesen starken, hoffnungsvollen, jungen Frauen: reife Frauen. Sie sind milder. Versöhnter. Einander zugewandt. Sich Halt gebend. Erfüllt.  

Montag, 12. November 2012

7 Simple Ways To Never Be Happy

"7 Simple Ways To Never Be Happy" - 7 einfache Wege niemals glücklich zu werden - ist ein Artikel von Anne Dorko, der auf der Webseite Dumb Little Man erschienen ist.

Einfach mal den Spiess herumgedreht, schliesslich hat jeder schon oft genug gelesen oder gehört, wie man ganz sicher glücklich wird in seinem und ihrem Leben. Wie aber schaffe ich es, nicht glücklich zu werden?


Hier die Antworten, und es ist wohl leider so, dass die eine oder andere nicht ganz unbekannt ist:

1. Ignoriere Deine Leidenschaften.

2. Höre auf, irgendetwas Neues zu lernen.

3. Versuche nicht weiter, Du selbst zu sein.

4. Glaube daran, dass Deine Ideen nichts taugen.

5. Umgebe Dich mit gleichgültigen Menschen.

6. Lass Deine Gedanken nicht grösser sein als Du selbst.

7. Liste auf, warum Du nicht erfolgreich sein kannst.

Kurz: analysiere, was Du bereits erfolgreich anwendest und wo Du noch ein wenig an Dir arbeiten musst, wenn Du wirklich für den Rest Deines Lebens als ein unglücklicher Mensch leben willst, trostlos und ohne Träume.


Dienstag, 14. August 2012

Die 12 Lektionen, die ich in meinem Leben bisher gelernt habe

Ein Mann wird 60 Jahre alt. Er reflektiert sein Leben, was er bisher gelernt hat. Er definiert zwölf Lektionen, die wir uns auch zur Aufgabe machen können, oder es vielleicht sogar schon getan haben, ohne es zu merken.

1. Je besser wir uns selber kennen, desto besser können wir unser Verhalten uns und anderen gegenüber kontrollieren.

2. Nimm das Gute wahr. Nimm Dir jeden Tag ein paar Momente Zeit, um zu bedenken, was Dir Gutes in Deinem Leben widerfährt. Es ist wahrscheinlich mehr als Du denkst.

3. Lass die Sicherheit los. Das Gegenteil von Sicherheit ist nicht Unsicherheit. Es ist Offenheit und Neugierde und der Willen, Gegensätze anzunehmen. Die grösste Herausforderung ist, uns so anzunehmen, wie wir sind, und nicht aufzuhören zu lernen und zu wachsen.

4. Versuche nicht, Dich auf Kosten anderer aufzuwerten.

5. Erledige das Wichtigste zu Beginn des Tages und Du wirst keinen unproduktiven Tag mehr haben.

6. Es ist möglich, in egal welchem Bereich exzellente Leistungen zu erzielen, aber von nichts kommt nichts und Mühsal ist Teil des eigenen Wachsens.

7. Je mehr Handlungen man in seinem Leben bewusst automatisiert, desto mehr bekommt man erledigt. Automatisierte Handlungen sparen Energien ein.

8. Entschleunige. Geschwindigkeit ist der Feind von so ziemlich allem, was im Leben von Bedeutung ist.

9. Das Gefühl, genug zu haben, ist zauberhaft.

10. Tue das Richtige, weil es das Richtige zu tun ist und erwarte nichts dafür. Deine Werte sind das einzige was Dir gehört und niemand kann sie Dir nehmen. Das Richtige zu tun mag Dir vielleicht nicht bringen, was Du in diesem Moment möchtest, aber es wird Dir langfristig ein besseres Selbstgefühl verschaffen. Wenn Du Dir unsicher bist, dann bleib lieber ruhig und freundlich.

11. Gib der Welt mehr zurück als Du verbrauchst.

12. Geniesse jeden Augenblick - auch die schwierigen. Alles geht so schnell vorbei.

Turning 60: The Twelve Most Important Lessons I've Learned So Far von Tony Schwartz

Freitag, 18. Mai 2012

Man muss ertragen

"Das ist der grösste Schicksalsschlag, den einen Menschen treffen kann. Die Sehnsucht, anders zu sein, als man ist: eine schmerzlichere Sehnsucht könnte im Herzen nicht brennen. Denn das Leben lässt sich nur ertragen, wenn man sich mit dem abfindet, was man für sich selbst und die Welt bedeutet.

Man muss sich damit abfinden, dass man ist, wie man ist, und wissen, dass man für dieses weise Verhalten vom Leben kein Lob bekommt, dass einem keine Orden an die Brust gesteckt werden, denn man weiss und erträgt, dass man eitel ist oder egoistisch oder glatzköpfig oder schmerbäuchig - nein, dass muss man wissen, dass man kein Lob, keine Belohnung erhält. Man muss es ertragen, das ist das ganze Geheimnis.

(c) Asif Akbar

Man muss seinen Charakter, sein Naturell ertragen, da weder Erfahrung noch Einsicht an den Mängeln, am Eigennutz und an der Habgier etwas ändern. Wir müssen ertragen, dass unsere Sehnsüchte in der Welt kein vollkommenes Echo haben. Wir müssen ertragen, dass die, die wir lieben, uns nicht lieben, oder nicht so, wie wir es hofften. Man muss Verrat und Treulosigkeit ertragen, und man muss, schwerste aller Aufgaben, es auch ertragen, wenn einem jemand charakterlich oder intelligenzmässig überlegen ist."

Sandor Màrai, Die Glut

Donnerstag, 5. Januar 2012

"Ich bin nicht glücklich" - Paulo Coelho

„Ob es mir gelingt, weiß ich nicht, aber ich möchte dieses neue Jahr so angehen, als sei es das erste Mal, dass 365 Tage vor mir liegen. Die Menschen, die mich umgeben, überrascht und staunend ansehen und froh darüber sein, dass sie an meiner Seite sind und etwas mit mir teilen, von dem alle reden, das aber nur selten jemand versteht – Liebe. (...)

An jedem dieser 365 Tage werde ich alles und alle anschauen, als sei es das erste Mal – vor allem die kleinen Dinge, diejenigen, an die ich mich gewöhnt, und deren Magie ich vergessen habe. (...) 

Ich werde die Sonne anschauen, falls morgen die Sonne scheint, als sei es das erste Mal, und den bedeckten Himmel, falls er morgen bewölkt ist. Ich werde den Himmel betrachten, für dessen Existenz die gesamte Menschheit aufgrund jahrtausendelanger Beobachtung bereits ein Reihe von vernünftigen Erklärungen gefunden hat. Ich aber werde alles, was ich über die Sterne gelernt habe, vergessen, und sie werden wieder zu Engeln oder zu Kindern oder zu irgendetwas, das ich in diesem Augenblick glauben möchte. (...)

Und letztliche sollte ich auch an jedem dieser 365 Tage mich selbst ansehen, als träte ich zum ersten Mal mit meinem Körper und meiner Seele in Kontakt. (...) 

Nur so werde ich der bleiben, der ich bin und der ich gerne wäre: eine ständige Überraschung für mich selbst.

Dieses Ich, das weder von meinem Vater noch von meiner Mutter oder von meiner Schule, sondern von all dem geschaffen wurde, was ich bis heute erlebt habe, das ich vergaß und jetzt wiederentdecke.“ 

Paulo Coelho, Auszug aus „happinez“