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Mittwoch, 25. Februar 2015

Liebe

Donnerstag, 6. November 2014

Donnerstag, 15. Mai 2014

Siblings Without Rivalry: Dedication

Siblings Without Rivalry
by Adele Faber and Elaine Mazlish

is dedicated:

To all the grown up siblings who still
have a hurt child inside them.



Donnerstag, 14. November 2013

Charles Dickens: It's not a slight thing...

"It's not a slight thing
when they who are so fresh from God
love us."

(c) Niecey


Charles Dickens

Freitag, 21. Dezember 2012

Die Vorstellung des Verlusts

Heute morgen lag ich schlaflos im Bett, und ein Fernsehbeitrag, der mich zutiefst erschüttert hat, liess mich weinend, voller Trauer, in meinem Bett liegen und mich das Unvorstellbare vorstellen: ich verliere meinen Sohn, mein geliebtes wunderbares Kind.

Ich tastete nach ihm im Bett, neben mir, und hielt sein warmes Bein fest, das mir am nächsten war, da er quer im seinem Bett lag, streichelte ihn, hielt ihn fest - ein Augenblick für die Ewigkeit.

Und in mir war so viel Scham und Schmerz, da ich mich, während ich ihn festhielt, erinnerte, wieviel Ungeduld und Ärger ich ihm zeige, wenn ich mit seinem Verhalten (er ist drei Jahre, manchmal vergesse ich mich) unzufrieden bin, wenn ich nicht aushalte, das er mir nicht zuhört, Quatsch macht, ausprobiert, statt so zu sein, wie ich es in diesem Augenblick gerade möchte. Es ist so unverzeihlich.

Alles, ALLES, würde ich vermissen, wenn ich ihn verlieren würde.

Und heute lese ich zufällig zwei Blogeinträge, die genau das in Worte fassen. Der Anlass ist so tragisch, der Amoklauf in Newtown.

They'd suddenly become my favorite things von itsjusthowiseethings.

Why vacuum cleaning should always be beautiful von rachelmariemartin.

Und auch während des Lesens dieser beiden Beiträge laufen mir die Tränen, ein Leben ohne unser Kind wäre unfassbar, unvorstellbar, ich kann mir den Schmerz nicht ansatzweise vorstellen. Auch ich lag da, als ich die Nachricht von Newtown hörte, weinend, nicht in der Lage mir vorzustellen, durch was die Eltern der getöteten Kinder gehen, für den Rest aller Tage.

Mittwoch, 18. April 2012

Ein zweites Kind

Ein zweites Kind.

Es hört sich an wie: eine zweite Chance.

Es ist nicht so, dass ich bei meinem kleinen Mann alles falsch gemacht hätte. Ich denke durchaus, dass ich den richtigen Weg mit ihm gehe: attachment parenting, Kontinuum-Konzept, Kloeters-Briefe, Jesper Juuls, Gonzalez.

Aber es gibt diese schlimmen Momente, in denen ein Monster in mir losbricht, in denen ich mich nicht kennen möchte, in denen ich in den Augen meines Sohnes Unsicherheit sehe, sogar Angst, Trauer, Wut und Verzweiflung. Das müssen diese Momente sein, in denen man sich als Kind wünscht, endlich nicht mehr Kind zu sein.

Heute morgen war wieder dieses Monster da. Ich war so wütend, so müde und so enttäuscht über mich selbst.

Und dann frage ich mich, wird er mir das vergessen und verzeihen und wird es das letzte Mal gewesen sein. Kann ich mich so verhalten, dass die Erinnerung meines Sohnes an seine Kindheit eine ungebrochen gute, geliebte und stärkende sein wird?

Ein zweites Kind.

Als ob ich dann alles besser machen könnte.

Als ob das meine Vergehen an meinem Sohn wiedergutmachen könnte.

Zudem:

mein so müder und erkrankter Körper könnte gerade der Belastung einer erneuten Schwangerschaft, Geburt und Kleinkinderjahren nichts entgegensetzen.

Wieso kläre ich das nicht für mich ab? Wieso lasse ich es dennoch darauf ankommen? Es sehnt sich in mir, wieder ein so kleines Wesen in den Armen zu halten. Aber ich liebe meinen Sohn so sehr, und muss noch so viel mit ihm lernen. Sollte ich meine Kraft nicht darauf konzentrieren, um ihm gerecht zu werden? Ich mache so viele Fehler mit ihm. Woher soll ich die Energie schöpfen, wenn da noch ein kleiner Mensch ist, mit genauso grossen Ansprüchen?

Wieso bin ich nur so müde? Ich kann die Schwäche meines Körpers nicht liebend annehmen, ihn nicht liebend heilen lassen. Ich brauche ihn.

Freitag, 6. April 2012

Die bösen Mütter

Die bösen Mütter (Le cattive madri) ist eines der bekanntesten Gemälde des Malers Giovanni Segantini. Es stammt aus dem Jahr 1894 und ist das jüngste von vier Bildern, in denen Segantini das Motiv der „Frau im Baum“ aufgreift.



Dem Winterbild liegt das Gedicht „Nirwana“ zugrunde, das sich auf eine buddhistische Legende bezieht und vom Mönch Pandjavalli de Mairondapa im 12. Jahrhundert in Sanskrit verfasst wurde. Segantinis Freund Luigi Illica übersetzte das Gedicht ins Italienische. Es lautet:

Dort oben in den unendlichen Räumen des Himmels / strahlt Nirwana
dort, hinter den strengen Bergen mit grauen Zacken /
scheint Nirwana!
[…] So die böse Mutter im eisigen Tal / durch ewige Gletscher
wo kein Ast grünt und keine Blume blüht / schwebt umher.
Kein Lächeln, keinen Kuß bekam dein Sohn / o unnütze Mutter?
So wird das Schweigen dich quälen / schlagen und stoßen
eisige Larve in den Augen Tränen / aus Eis gemacht!
Seht sie an! Mühsam wankt sie / wie ein Blatt! …
Und um ihren Schmerz ist nur Schweigen; / die Dinge schweigen.
Jetzt aus dem eisigen Tal / erscheinen Bäume!
Dort aus jedem Ast ruft laut eine Seele / die leidet und liebt;
und das Schweigen ist besiegt und die so menschliche /
Stimme sagt:
„Komm! Komm zu mir o Mutter! gib mir die Brust, das Leben, ich habe vergeben!…“
Das Phantasma zu dem süßen Ruf /
fliegend eilt und bietet dem zitternden Ast / die Brust, die Seele,
oh Wunder! Sieh! Dem Ast schlägt ein Herz! Der Ast hat Leben!
Nun! Es ist das Gesicht eines Kindes, das an der Brust saugt /
gierig und küßt…!


In der winterlichen Landschaft ragt in der rechten Bildhälfte eine Birke aus dem Schnee. In einer Gegenschwingung zur Biegung des Baumes schwebt vor dem Baum eine Frau mit geschlossenen Augen; ihre rotblonden Haare hängen über die Äste. Ihr nackter Körper wird von einem schleierartigen Gewand umspielt, das den wie von einer Schwangerschaft gewölbten Bauch durchscheinen lässt. An ihrer rechten Brust saugt ein Kinderkopf, der aus einem nabelschnurartig verdrehten Ast wächst, wie im Gedicht beschrieben.

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Die bösen Mütter]

Letzte Woche in Zürich im Kunsthaus gesehen und sehr berührt:


Heute Nacht lag ich lange schlaflos, sehr müde, aber der Geist hellwach. In meiner überreizten Wachheit fühlte ich mich schwebend, als ob ich nicht eintauchen dürfte in den Schlaf. Ich schwebte über eine weisse Fläche. 

Heute morgen wurde ich mir bewusst, welches Bild in mir war.