Donnerstag, 10. Mai 2012

Filthy: Art Attacks

Kunst im öffentlichen Raum: Kraken besetzen Häuser und Schwimmbäder, die Bäume haben Augen. Und das passiert unbemerkt in unseren Städten, auf einmal hat die Kunst angegriffen.





(c) Filthy Luker

http://filthyluker.org/

Montag, 7. Mai 2012

streetartview.com

"A collaborative collection of sites from Google Street View showcasing street art from all over the globe. Help build the world's largest art collection".


www.streetartview.com

Wenn alles möglich wäre

"Wenn alles möglich wäre; wenn Du keine Angst vor Fehlern und Ablehnung hättest, wenn Du alle Kostbarkeit deines Lebens voll spüren würdest - was würdest Du verändern?"

Veit Lindau

Freitag, 20. April 2012

All das ist nicht Freundschaft

"Es wäre gut zu wissen", sagt er, als diskutiere er mit sich selbst, "ob es so etwas wie Freundschaft überhaupt gibt. Ich meine jetzt nicht die Gelegenheitsfreude, mit der sich zwei Menschen begegnen, weil sie in einem Abschnitt ihres Lebens über bestimmte Dinge gleich denken, weil sie einen ähnlichen Geschmack, ähnliche Bedürfnisse haben. All das ist nicht Freundschaft."

Sándor Márai, "Die Glut"

Mittwoch, 18. April 2012

Dem Wunder die Hand hinhalten

"Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten"

Hilde Domin (1909 - 2006)

Sterne - bodennah

"Auch die vielen kleinen Sterne
- bodennah -
tragen Dich durch den Tag"

Christa Spilling-Nöker (* 1950)
(aus: "Es muss nicht immer eine rote Rose sein")

Ein zweites Kind

Ein zweites Kind.

Es hört sich an wie: eine zweite Chance.

Es ist nicht so, dass ich bei meinem kleinen Mann alles falsch gemacht hätte. Ich denke durchaus, dass ich den richtigen Weg mit ihm gehe: attachment parenting, Kontinuum-Konzept, Kloeters-Briefe, Jesper Juuls, Gonzalez.

Aber es gibt diese schlimmen Momente, in denen ein Monster in mir losbricht, in denen ich mich nicht kennen möchte, in denen ich in den Augen meines Sohnes Unsicherheit sehe, sogar Angst, Trauer, Wut und Verzweiflung. Das müssen diese Momente sein, in denen man sich als Kind wünscht, endlich nicht mehr Kind zu sein.

Heute morgen war wieder dieses Monster da. Ich war so wütend, so müde und so enttäuscht über mich selbst.

Und dann frage ich mich, wird er mir das vergessen und verzeihen und wird es das letzte Mal gewesen sein. Kann ich mich so verhalten, dass die Erinnerung meines Sohnes an seine Kindheit eine ungebrochen gute, geliebte und stärkende sein wird?

Ein zweites Kind.

Als ob ich dann alles besser machen könnte.

Als ob das meine Vergehen an meinem Sohn wiedergutmachen könnte.

Zudem:

mein so müder und erkrankter Körper könnte gerade der Belastung einer erneuten Schwangerschaft, Geburt und Kleinkinderjahren nichts entgegensetzen.

Wieso kläre ich das nicht für mich ab? Wieso lasse ich es dennoch darauf ankommen? Es sehnt sich in mir, wieder ein so kleines Wesen in den Armen zu halten. Aber ich liebe meinen Sohn so sehr, und muss noch so viel mit ihm lernen. Sollte ich meine Kraft nicht darauf konzentrieren, um ihm gerecht zu werden? Ich mache so viele Fehler mit ihm. Woher soll ich die Energie schöpfen, wenn da noch ein kleiner Mensch ist, mit genauso grossen Ansprüchen?

Wieso bin ich nur so müde? Ich kann die Schwäche meines Körpers nicht liebend annehmen, ihn nicht liebend heilen lassen. Ich brauche ihn.