Dienstag, 25. November 2014

Mitschriften aus der Oberstufe

Zwei Hefter habe ich gefunden, Mitschriften aus der Oberstufe des Gymnasiums: Musik, Kunst und Religion. Sie sind voll von Kopien, Tafelabschriften, Materialien, ab und zu Zeichnungen, die aus Langeweile entstanden sind, Lehrerzitate (Religion - K: "Nuschel ich oder was?" "Ja" K: "Ach, Unsinn" -- Jean Paul heiratete 1836 eine reiche Witwe K: "... das war saupraktisch" -- K: "In dieser Klasse gibt es ein paar Leute, die müsst man eliminieren! Natürlich nicht körperlich, nur geistig") oder kleine schriftliche Dialoge mit Banknachbarn.



Die Hefter sind vollgestopft mit Information. Freiheit - Verantwortung - Schuld, Gottesglaube - Athesismus:

"Ich kann nicht ja sagen, aber ich will auch nicht nein sagen"
Thomas Bernhard

"War das das Leben? Wohlan, noch einmal"
Friedrich Nietzsche


Stilepochen Malerei, Sonate, Fuge, Bolero bis zum Erbrechen. 

Erinnerst Du Dich an den Geruch der frisch gedruckten Matrizen?

Ich bin beeindruckt von der Fülle an (damaligem) Wissen, das uns zur Verfügung stand und uns Türen öffnete, und uns erlaubt hätte, so viele verschiedene Wege zu gehen. Wir haben so viel gelernt, vor allem auswendig gelernt (was für mich heute vieles in Frage stellt), aber wir durften lernen. Heute sagen mir die Mitschriften kaum noch etwas. Oder, auch erstaunlich: ich sehe, dass ich damals bereits Namen und Aussagen kannte, die mir erst viel später etwas bedeuteten, und von denen ich dachte, ich hätte sie erst zu diesem späteren Zeitpunkt kennengelernt. Was ja auch auf gewisse Weise stimmt.


Montag, 24. November 2014

DANCE #babylove

In unserer Gesellschaft müssen wir lernen, mehr von Kindern zu lernen.

Letzte Woche lief ich hinter eine Krippen-Gruppe her, drei Erwachsene und sechs Kinder machten gemeinsam einen kleinen Ausflug. Aus irgendeinem Grund hat mich das Bild sehr berührt: diese kleinen und grossen Menschen nebeneinander, miteinander, ein Ganzes, Gleichwertiges. Mir wurde in diesem Moment bewusst, dass es das gleichwürdige Miteinander von Gross und Klein zu selten gibt. Immer noch betrachten wir uns als Erziehende, wir lassen unseren Kindern nicht genügend Gestaltungsraum, so dass sie _uns_ wachsen lassen, so dass _wir_ von ihnen lernen.

Mittwoch, 12. November 2014

Exes

What you're really saying when you first see an ex.


Exes from Alison G. Vingiano on Vimeo.

Donnerstag, 6. November 2014

Klimt: Detail Die Drei Lebensalter


Caldera. Ein Blick in die Welt der Psychose


SYNOPSIS
Through the eyes of a young girl suffering from mental illness, CALDERA glimpses into a world of psychosis and explores a world of ambiguous reality and the nature of life and death.

 
DIRECTOR'S STATEMENT
CALDERA is inspired by my father's struggle with schizoaffective disorder. In states of delusion, my father has danced on the rings of Saturn, spoken with angels, and fled from his demons. He has lived both a fantastical and haunting life, but one that's invisible to the most of us. In our differing understanding of reality, we blindly mandate his medication, assimilate him to our marginalizing culture, and entirely misinterpret him for all he is worth. CALDERA aims to not only venerate my father, but all brilliant minds forged in the haunted depths of psychosis.


Caldera (2012) from ORCHID on Vimeo.


HISTORY
CALDERA was helmed by Evan Viera (Director/Composer/Co-Writer) and Chris Bishop (Co-writer/Animation Supervisor/Story Artist) and was produced at Hampshire College. CALDERA was the first film to go through the Bit Films Incubator Program, where founder and professor Chris Perry (co-producer/editor) invites orphaned independent films to be made on campus with the College's students and resources. MANY students and industry professionals generously donated their time to the making of this film. See below for the full credits list.
In co-production with Bit Films and Flicker Dreams Productions

I had a black dog, his name was depression

Matthew Johnstone hat eine Kurzfilm über Depression gezeichnet.

Er nennt seine Depression als einen schwarzen Hund. Dieser besucht ihn zu Zu Anfang besucht ihn der schwarze Hund ab und zu, als er älter wird, begleitet der Hund jeden Moment seines Lebens, bis Matthew professionelle Hilfe sucht. Ein Bild, das es Menschen, die ein Gefühl der Depression nicht kennen, vielleicht ermöglicht, Verständnis für depressive Menschen aufzubringen.


Buddha: What you think, you become...

(c) The Unbounded Spirit