World Dream Atlas is an index of dreams from around the globe gathered by Roc Morin. The goal is to collect dreams in every country on earth.
Montag, 25. Mai 2015
Matthias Schaller: Das Meisterstück
Matthias Schaller fotografiert die Farbpaletten verstorbener Künstler und demonstriert in seiner Sammlung Das Meisterstück die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Kunstformen der Maler.
Ein kleines Ratespiel :-)
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| Giovanni Segantini - (c) Matthias Schaller |
Ein kleines Ratespiel :-)
Mittwoch, 20. Mai 2015
Der Wendepunkt
Endlich war der Moment gekommen. Dank meiner Freundinnen B und M, zufällige Bekenntnisse, Gespräche, Ratschläge, konnte ich endlich den Entschluss fassen, Hilfe zu suchen. Diese Suche war noch einmal beschwerlich, aber im dritten Anlauf kam ich an. Eine Familientherapeutin, die mich schon nach der ersten Sitzung an einen eigenen Psychologen überwies. Nun bin ich in Therapie, und ich nehme Medikamente.
Hier anzukommen, hatte ich nie zu hoffen gewagt. Dass mir jemand sagt: Sie dürfen nicht so leiden. Sie haben eine Erschöpfungsdepression. Dass mir jemand sagt: Sie haben eine leichte bis mittelschwere Depression, Medikamente können Ihnen helfen.
Die Erleichterung, mich nicht mehr verstecken zu müssen, nicht mehr so tun müssen als ob es mir gut ginge.
In meinen schlimmen Phasen habe ich mich als ewig depressive, als Verlierer-Mutter, als Leidende, als einen Menschen, der alles verpasst hat, gesehen. Nun habe ich Hilfe. Und die Chance, dass sich mein Leiden, das Leiden so vieler langer Jahre, bessert.
Ein grosses Thema: meine Eltern.
Ein grosses Thema: meine schwierigen Gefühle, und der Herr "Reiss-Dich-Zusammen", der mir noch obenrein verbietet, schwierige Gefühle zu haben
Ein grosses Thema: meine alte grosse Liebe zu S
Ein grosses Thema: meine Kinder, die Wutausbrüche, das Schreien
Ein grosses Thema: mein geringes Selbstwertgefühl
Hier anzukommen, hatte ich nie zu hoffen gewagt. Dass mir jemand sagt: Sie dürfen nicht so leiden. Sie haben eine Erschöpfungsdepression. Dass mir jemand sagt: Sie haben eine leichte bis mittelschwere Depression, Medikamente können Ihnen helfen.
Die Erleichterung, mich nicht mehr verstecken zu müssen, nicht mehr so tun müssen als ob es mir gut ginge.
In meinen schlimmen Phasen habe ich mich als ewig depressive, als Verlierer-Mutter, als Leidende, als einen Menschen, der alles verpasst hat, gesehen. Nun habe ich Hilfe. Und die Chance, dass sich mein Leiden, das Leiden so vieler langer Jahre, bessert.
Ein grosses Thema: meine Eltern.
Ein grosses Thema: meine schwierigen Gefühle, und der Herr "Reiss-Dich-Zusammen", der mir noch obenrein verbietet, schwierige Gefühle zu haben
Ein grosses Thema: meine alte grosse Liebe zu S
Ein grosses Thema: meine Kinder, die Wutausbrüche, das Schreien
Ein grosses Thema: mein geringes Selbstwertgefühl
Sonntag, 22. März 2015
Ein Geschenk für meinen Opi
Grosseltern etwas schenken war für mich immer noch schwieriger, als meinen Eltern. Was brauchen Grosseltern? Sie haben ja schon alles. Und was machen sie gern? Keine Ahnung. Lesen? Musik hören? Mit den Enkeln spielen? Grosse Ratlosigkeit.
Als 15-Jährige (!!) habe ich meinem Opi dieses hilflose Spielebuch gestaltet. Hässlich wie die Nacht. Der erste Teil des Ringblocks besteht nur aus Tabellen, um Spielergebnisse einzutragen. Der zweite Teil, etwas origineller, ist gefüllt mit Quizfragen, Wizzen, Rätseln, Logikspielen.
Das Buch wurde einmal genutzt. Der zweite Teil nie berätselt, vielleicht noch nicht mal gelesen.
Es ist auf jeden Fall ein furchtbares und unbeholfenes Geschenk. Aber ich erinnere mich noch genauso an das dauerhafte Gefühl der Beschämung, dass alle Geschenke, die selbstgemacht waren, nie zum Einsatz kamen. Wertlosigkeit.
Noch ein Geschenk
Keine Ahnung aus welchem Jahr das stammt. Keine Erinnerung mehr, für wen und für welchen Anlass das gedacht war.
Ein beschämendes Geschenk
Meine Eltern (verantwortlich aber wohl eher meine Mutter) übergab mir einen Schuhkarton gefüllt mit Briefen, Bildern und Geburtstagsgeschenken an meine Grosseltern und Eltern, aus unserer Kindheit und Jugend.
Ich bin entsetzt und enttäuscht, über das Bild, das von mir aus diesen "Werken" entsteht. Aufgesetztheit, mangelnde Phantasie und Begabung, Schlampigkeit, gewollter Witz? Alles wenig schmeichelhaft. Wie kann man ein Kind, das einem solche Geschenke macht, tatsächlich ernst nehmen?
Ich muss mich dieser Werke entledigen, ich will dieses Bild von mir nicht aufbewahren. Das Bild oben: ein "Geschenk" für meine Mutter von einer 12-Jährigen!! Seltsamerweise sehe ich mich dieses Spiel sogar noch basteln, und ich erinnere mich an eine gewisse Frustration über das Nicht-Gelingen, und über die Hektik, noch schnell ein Geschenk basteln zu müssen.
Meine Mutter sagte immer, und sagt immer noch: ich will keine Geschenke von Euch. Ich habe das nie verstanden. Und irgendwann als Entschuldigung genommen, mir tatsächlich keine Gedanken zu machen. Sie will ja eh nichts. Sie freut sich ja eh nicht. Über solche Geschenke hätte ich mich natürlich auch nicht gefreut. Aber ich vermute, dass die Ursache für all das nicht allein bei mir oder in mir lag.
Der Inhalt dieses Kartons ist für mich symptomatisch für meine Kindheit und Jugend. Entsetzlich, widerlich.
Einzig zwei Kleinkind-Bilder versöhnen mich und zeigen mir, was hätte sein können.
Trotz meines Widerstands gegen das "Geschenk", das auf dem Bild zu sehen ist, zwei Anmerkungen: der Begriff "schönes Leben", der nun so sehnsüchtig besetzt ist; der Satz "Immer froh zu sein ist nicht schön" - was habe ich mir dabei als 12-Jährige gedacht? Schon das Gefühl, dass meine negativen Gefühle zwar nicht akzeptiert wurden, aber dennoch wichtig waren?
Dienstag, 3. März 2015
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