Dienstag, 16. Dezember 2014

The Simple Woman's Daybook

Would you like to linger on the simple things...then join me and many others in taking a little look into the day plans and thoughts of those who are focusing on simplicity...beauty of the everyday moments.
http://thesimplewomansdaybook.blogspot.com/


FOR TODAY

Outside my window... der 16. Dezember. Mal wieder Hochnebel. Ein grauer, erstaunlich milder Tag. Kein Schnee in Sicht. Die Bäume ohne Blätter, manche Herbstblumen tragen noch Blüten.

I am thinking...
in einer Woche ist Weihnachten. Die Adventszeit vergeht, die Wohnung ist geschmückt, aber die Tage vergehen, ohne dass ich in eine Adventsstimmung falle. Vieles ist noch nicht vorbereitet, die Wohnung noch nicht besuchsfertig, dabei bekommen wir übermorgen schon unseren Weihnachtsbesuch. Geschenke sind auch noch nicht alle da. Karten sind noch nicht geschrieben. Also denke ich: es gibt noch so viel zu tun. Aber ich geniesse die freie Stunde gerade, und ich möchte nicht schon wieder räumen, organisieren, vorbereiten. Muss mal auftanken.

I am thankful...
dass meine Eltern gesund sind. Dass wir gemeinsam ein weiteres Weihnachtsfest feiern dürfen. Vieles ist nicht so, wie es am besten wäre, aber ich bin dankbar dafür, dass sie immer noch für mich da sind.

In the kitchen...
ein Chaos. Und zwei neue Küchenhelfer: ein Stabmixer und ein Handrührgerät.

I am wearing...
kurzer Jeansjock, Pulli, schwarze Strumpfhosen. Mein weiblicheres Ich?

I am creating...
eine aufgeräumte Wohnung.

I am going...
ich möchte endlich die Weihnachtsbücher mit meinem Grossen lesen. Die Adventswochen waren so turbulent, dann waren irgendwie alle krank, und wenn ich mit den beiden Kindern alleine bin, kann ich ihm sowieso nichts vorlesen.

I am wondering...
wie schnell mich eine (Nicht-)Reaktion eines anderen Menschen mich so schnell aus meinem seelischen Gleichgewicht bringen kann.

I am reading...
Modiano. Juul. Wilhelm Schmid.

I am hoping... dass wir ab Freitag zwei ruhige, erholsame Wochen als Familie verbringen dürfen. Alle sind so müde und ausgelaugt.

I am looking forward to...
die weiteren Adventstage. Ich freue mich auf Weihnahchtsmusik, Plätzchen backen, Kerzen ziehen, und Stunden mit Büchern und Spielen - und vielleicht sogar ein wenig Zeit für mich ganz allein.

I am learning...
es gibt so viele Formen des Unglücklich-Seins. Die meinige ist legitim. Ich darf sie aber nicht über mein Leben herrschen lassen.

Around the house...
ich liebe die Weihnachtsdekorationen und Lichter in den Nachbarhäusern und in den Quartieren.

I am pondering...
begleite ich meine Kinder gut genug, dass sie zu selbständigen, glücklichen Menschen wachsen können?

A favorite quote for today...
"Jeden mit Glück erfüllen, auch sich. Das ist gut" (B. Brecht)

One of my favorite things...
den Liedern auf Freddy Quinns Weihnachtsplatte zuhören und mitsingen.

A few plans for the rest of the week: aufräumen. putzen. mehr zeit für die kinder.

Dienstag, 25. November 2014

Spinnenbäume in Pakistan

Der Welt-Artikel Spinnenbäume - Folge der Flut, Schutz der Menschen vom 7. April 2011 berichtet, wie die Spinnen aufgrund der Flut gezwungen waren, sich einen anderen Lebensraum zu suchen. Die Bilder dazu sind unglaublich.


(c) Reuters

"Atemberaubende Bilder aus dem Dezember 2010, die jetzt erst veröffentlicht worden sind: Spinnennetze verschleiern Bäume in der Region Sindh im Nordwesten Pakistans. Neun Monate sind inzwischen seit der Flutkatastrophe vergangen.

Damals war innerhalb einer Woche so viel Regen gefallen wie sonst in zehn Jahren. Das Wasser bedeckte im vergangenen Juli ein Fünftel des Landes. In einigen Gebieten ist das Wasser noch immer nicht versickert. Flache Seen liegen auf Felden, Städten und Dörfern. Die anhaltende Feuchtigkeit vertrieb nicht nur 20 Millionen Menschen – auch die Natur musste sich neue Überlebensstrategien überlegen.

Um ihre acht Füße trocken zu halten, verzogen sich die Spinnen auf die Bäume. Von dort aus schützen sie auch die menschlichen Anwohner des Katastrophengebiets. Die britische Behörde für Internationale Entwicklung berichtet, dass in den Regionen mit Spinnenbäumen weit weniger Malaria übertragende Mücken leben als erwartet. Denn die Mücken verheddern sich in den weißen Baumkronen und werden von den Spinnen verspeist."


Nick Brandt: Across the Ravaged Land

Der Photograph Nick Brandt hat während seiner Suche nach Motiven am Natronsee in Tansania Tierkadaver gefunden, die an Land gespült und aufgrund des hohen Soda- und Natrongehalts des Sees für die Ewigkeit konserviert worden waren.

"I unexpectedly found the creatures – all manner of birds and bats – washed up along the shoreline of Lake Natron in Northern Tanzania. No-one knows for certain exactly how they die, but it appears that the extreme reflective nature of the lake’s surface confuses them, and like birds crashing into plate glass windows, they crash into the lake. The water has an extremely high soda and salt content, so high that it would strip the ink off my Kodak film boxes within a few seconds. The soda and salt causes the creatures to calcify, perfectly preserved, as they dry.

    I took these creatures as I found them on the shoreline, and then placed them in ‘living’ positions, bringing them back to ‘life’, as it were. Reanimated, alive again in death."

(c) Nick Brandt

(c) Nick Brandt

(c) Nick Brandt

(c) Nick Brandt



Mitschriften aus der Oberstufe

Zwei Hefter habe ich gefunden, Mitschriften aus der Oberstufe des Gymnasiums: Musik, Kunst und Religion. Sie sind voll von Kopien, Tafelabschriften, Materialien, ab und zu Zeichnungen, die aus Langeweile entstanden sind, Lehrerzitate (Religion - K: "Nuschel ich oder was?" "Ja" K: "Ach, Unsinn" -- Jean Paul heiratete 1836 eine reiche Witwe K: "... das war saupraktisch" -- K: "In dieser Klasse gibt es ein paar Leute, die müsst man eliminieren! Natürlich nicht körperlich, nur geistig") oder kleine schriftliche Dialoge mit Banknachbarn.



Die Hefter sind vollgestopft mit Information. Freiheit - Verantwortung - Schuld, Gottesglaube - Athesismus:

"Ich kann nicht ja sagen, aber ich will auch nicht nein sagen"
Thomas Bernhard

"War das das Leben? Wohlan, noch einmal"
Friedrich Nietzsche


Stilepochen Malerei, Sonate, Fuge, Bolero bis zum Erbrechen. 

Erinnerst Du Dich an den Geruch der frisch gedruckten Matrizen?

Ich bin beeindruckt von der Fülle an (damaligem) Wissen, das uns zur Verfügung stand und uns Türen öffnete, und uns erlaubt hätte, so viele verschiedene Wege zu gehen. Wir haben so viel gelernt, vor allem auswendig gelernt (was für mich heute vieles in Frage stellt), aber wir durften lernen. Heute sagen mir die Mitschriften kaum noch etwas. Oder, auch erstaunlich: ich sehe, dass ich damals bereits Namen und Aussagen kannte, die mir erst viel später etwas bedeuteten, und von denen ich dachte, ich hätte sie erst zu diesem späteren Zeitpunkt kennengelernt. Was ja auch auf gewisse Weise stimmt.


Montag, 24. November 2014

DANCE #babylove

In unserer Gesellschaft müssen wir lernen, mehr von Kindern zu lernen.

Letzte Woche lief ich hinter eine Krippen-Gruppe her, drei Erwachsene und sechs Kinder machten gemeinsam einen kleinen Ausflug. Aus irgendeinem Grund hat mich das Bild sehr berührt: diese kleinen und grossen Menschen nebeneinander, miteinander, ein Ganzes, Gleichwertiges. Mir wurde in diesem Moment bewusst, dass es das gleichwürdige Miteinander von Gross und Klein zu selten gibt. Immer noch betrachten wir uns als Erziehende, wir lassen unseren Kindern nicht genügend Gestaltungsraum, so dass sie _uns_ wachsen lassen, so dass _wir_ von ihnen lernen.

Mittwoch, 12. November 2014

Exes

What you're really saying when you first see an ex.


Exes from Alison G. Vingiano on Vimeo.

Donnerstag, 6. November 2014